ATP: Gael Monfils plant bewusst kürzer – nur ausgewählte Turniere zum Abschied
Der Franzose Gael Monfils setzt in seiner Abschiedstournee 2026 gezielt auf Lieblingsstationen und hält sich an klare Prioritäten.
von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet:
12.01.2026, 18:13 Uhr

Eines wird die Abschiedssaison für Gael Monfils jedenfalls: überschaubar. Der 38-Jährige hat früh klargemacht, dass er sein letztes Tennisjahr deutlich entschleunigt angehen will. Statt eines vollen Kalenders plant der Franzose nur noch eine Handvoll Turniere – jene, die ihm sportlich und persönlich wirklich etwas bedeuten. Insgesamt könnten es am Ende rund zwölf Starts werden, mehr eher nicht.
Die klare Priorität liegt dabei auf Paris. Roland Garros ist für Monfils der Fixpunkt seiner Saison, auf den er seine körperliche Vorbereitung ausrichtet. Alles andere ordnet er diesem Ziel unter. Darüber hinaus hofft er auf ausgewählte Starts in den USA, insbesondere in Miami, sowie auf Turniere wie Monaco, mit denen er viele positive Erinnerungen verbindet. Ob und wo er darüber hinaus spielt, hängt vor allem von Wildcards und seinem körperlichen Zustand ab - immerhin ist der Pariser heute auch aus den Top 100 der besten Herren ausgestiegen.
Entscheidung reifte über lange Zeit
Auch die US-Tour rund um die US Open steht auf seiner Wunschliste, allerdings ohne jeden Zwang. Monfils betont, dass er keine Risiken mehr eingehen will. Lieber weniger Turniere, dafür fit und konkurrenzfähig – dieses Prinzip zieht sich durch seine gesamte Planung. „Ich spiele nur noch dort, wo ich wirklich sein möchte“, ließ er durchblicken.
Die Vorbereitung sei jedenfalls gut verlaufen, er habe in den vergangenen Wochen intensiv trainiert und fühle sich bereit für Matches. Titelverteidigung oder Ergebniserwartungen spielen dabei keine Rolle mehr. Allein wieder auf dem Platz zu stehen, sei für ihn bereits ein Erfolg – Siege wären ein willkommener Bonus.
Die Entscheidung, 2026 zu seiner letzten Saison zu machen, hatte Monfils schon lange getroffen. Öffentlich wurde sie erst im Herbst, intern war sie längst gereift. Zwischenzeitlich habe er sogar darüber nachgedacht, ob er überhaupt noch so lange spielen wolle. Umso bewusster genießt er nun diese letzte Etappe – mit einem reduzierten Kalender, klaren Zielen und ohne den Druck früherer Jahre.
