ATP Indian Wells: Marcos Giron - Zwei Hüftoperation, aber jetzt auf dem Weg nach oben

Marcos Giron war eine der positiven Überraschungen beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells. Gegen Milos Raonic wäre sogar ein Sieg möglich gewesen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 12.03.2019, 09:12 Uhr

Marcos Giron spielt in Indian Wells das beste Turnier seies Lebens
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Marcos Giron spielt in Indian Wells das beste Turnier seies Lebens

Beim Stand von 4:2 im dritten Satz hat die Hand von Marcos Giron dann doch zu zittern begonnen. Lediglich eine von acht Breakchancen hatte Gegner Milos Raonic bis zu jenem Zeitpunkt verwerten können, dann allerdings spielte der Kanadier im Drittrunden-Match in Indian Wells seine ganze Routine aus.

Wobei: Raonic ist nur drei Jahre älter als Giron. Verfügt aber über ungleich größere Erfahrung im ATP-Zirkus, zumal auf so großen Courts wie dem Stadium 1 in Indian Wells. Nicht überraschend also, dass der favorisierte Kanadier noch in das Achtelfinale des ersten ATP-Masters-1000-Turniers des Jahres einzog.

Giron mit zwei Hüftoperationen

Marcos Giron hat dennoch eine Duftmarke der besonderen Art hinterlassen. Und das als Nummer 217 der ATP-Weltrangliste, einer Chart-Position also, mit der Giron sogar für das Qualifikations-Tableau eine Wildcard benötigte. Dieses Vertrauen zahlte der 25-Jährige den Veranstaltern allemal zurück. Ein Sieg in drei Versuchen, das war die Bilanz von Giron in seiner bisherigen ATP-Tour-Karriere, die für den US-amerikanischen College-Champion von 2014 eigentlich schon viel früher hätte beginnen sollen. In Indian Wells kamen zwei Erfolge dazu, gegen sehr kompetente Fachkräfte wie Jeremy Chardy und vor allem Alex de Minaur.

Zwei Hüftoperationen verzögerten den Aufstieg Girons in den letzten Jahren nachhaltig, der Mann aus Thousand Oaks ging sogar zurück an seine alte Uni UCLA, um sich dort als Coach die Zeit zu vertreiben. Neues Selbstvertrauen gewann vergangenes Jahr in Los Cabos, wo er zwar gegen Juan Martin del Potro verlor, allerdings erstmals wieder das Gefühl hatte, mit den ganz Großen mitspielen zu können.

Auf Wildcards angewiesen

Wo die Fans Marco Giron auf der ATP-Tour wiedersehen werden, hängt auch von der Großzügigkeit der Veranstalter bei der Vergabe von Wildcards ab: Zwar macht der US-Amerikaner in der Weltrangliste einen gehörigen Sprung nach vorne, eine Position um 170 liegt indes weit von einem Platz in den Tableaus von Turnieren auf dem höchsten Level entfernt.

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Dienstag
12.03.2019, 15:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.03.2019, 09:12 Uhr