ATP: Jannik Sinner lobt Rafael Nadal, kritisiert Alexander Zverev

Jannik Sinner hat das Tennisjahr 2020 in Sofia mit seinem ersten Titel auf der ATP-Tour abgeschlossen. In einem Interview mit dem Corriere della Sera zog der Südtiroler seine persönliche Bilanz.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 27.11.2020, 12:53 Uhr

Jannik Sinner nach seiner Niederlage gegen Rafael Nadal in Roland Garros
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Jannik Sinner nach seiner Niederlage gegen Rafael Nadal in Roland Garros

Jannik Sinner hat den letzten Einzel-Punkt auf der regulären ATP-Tour im Jahre 2020 gewonnen. Der 19-jährige Italiener verwandelte in Sofia im Finale des dortigen 250er-Turniers im Tiebreak des dritten Satzes gegen Vasek Pospisil zu seinem Premieren-Titel auf dem höchsten Level im Männertennis. 30 Partien hat der 19-Jährige in diesem Jahr absolviert, davon 19 gewonnen. Gelernt hat Jannik Sinner aber auch aus den elf Niederlagen, allen voran wohl jener gegen Rafael Nadal im Viertelfinale von Roland Garros. Da erwischte der Teenager einen beeindruckenden Start. Musste sich dem spanischen Großmeister aber dennoch in drei Sätzen geschlagen geben.

"Nadal ist im Kopf überlegen", erklärte Sinner nun in einem Gespräch mit dem Corriere della Sera. "Er macht immer Druck, aber über allem steht, dass er die entscheidenden Momente versteht. Er ist wirklich etwas Besonderes als Tennisspieler. Was fehlt mir noch, um dorthin zu kommen? Ich würde sagen: Ein bisschen von allem. Die Ärzte haben mir gesagt, dass ich noch nicht ausgewachsen bin und mich noch weiter entwickeln muss. Die Wahrheit ist, dass ich mich sowohl physisch als auch mental verbessern muss. Das braucht seine Zeit."

Sinner mit Zverevs Reaktion nicht glücklich

Vor dem Match gegen Nadal hatte es Sinner in Paris mit Alexander Zverev zu tun bekommen. Und in vier Sätzen gewonnen. Das Nachspiel hat dem Italiener nicht gefallen. "Ich respektiere Zverev sehr, weil er mehr Erfahrung hat als ich und ein großartiger Spieler ist. Aber ich respektiere nicht die Aussagen, die er nach der Niederlage gegen mich in Roland Garros gemacht hat. Er hat sich oft selbst widersprochen. Er hat gesagt, er hätte Fieber, aber im dritten und vierten Satz ist er mehr als ich gelaufen." Die Revanche für das Ausscheiden in Paris gab es in Köln, wo Zverev im Halbfinale des zweiten Turniers in der Lanxess Arena in zwei Sätzen gewann.

Dass Sinner das jahr als Nummer 37 der Welt abgeschlossen hat, kommt insgesamt nicht überraschend. Schon im vergangenen Jahr war das große Talent des Südtirolers auf der ATP-Tour phasenweise aufgeblitzt, darüber hinaus konnte er das #NextGen-Masters in Mailand für sich entscheiden.

Abseits des Tennisplatzes interessiere er sich auch für Fußball, so Sinner im Interview weiter. Er habe vor Jahren einen Zimmergenossen gehabt, der ein passionierter Fan des AC Mailand war. Diese Leidenschaft sei auf ihn übergeschwappt. Weshalb er die Matches der Mannschaft von Zlatan Ibrahimovic aufmerksam verfolge.

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zuletzt bearbeitet: 27.11.2020, 12:53 Uhr