ATP: John Isner sieht keine baldige Tennis-Rückkehr

John Isner, der vor knapp zwei Jahren beim ATP-Masters-1000-Turnier in Key Biscayne seinen größten Karriere-Erfolg gefeiert hat, ist hinsichtlich einer baldigen Rückkehr des professionellen Tennissports pessimistisch.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 11.04.2020, 09:52 Uhr

John Isner ist pessimistisch
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John Isner ist pessimistisch

John Isner mag eine verletzungsbedingt schwierige Saison 2019 gehabt haben, in der ATP-Weltrangliste firmiert der mittlerweile 34-Jährige als Nummer 21 dennoch immer noch als bester Spieler der USA. Zuletzt hatte Isner in Acapulco wieder Fahrt aufgenommen, unterlag dort im Halbfinale allerdings seinem Landsmann Taylor Fritz. Bei den Australian Open kam das Aus in Runde drei, wo Isner gegen Stan Wawrinka im zweiten Satz aufgeben musste.

Seitdem ruht die Arbeit nicht nur bei Isner, sondern auf der ATP-Tour insgesamt. Ein Zustand, dessen Ende der Wimbledon-Halbfinalist von 2018 noch nicht abzusehen vermag. „Für Tennis ist es definitiv anders als für andere Sportarten. Das ist nur meine Meinung, und ich hoffe, dass ich mich irre“, so Isner kürzlich. „Aber mein Gefühl sagt mir, dass Tennis eine der letzten Disziplinen sein wird, die wieder in Schwung kommen werden, weil wir so international aufgestellt sind.“ Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump den Sportfans in den USA Mut gemacht, indem er eine Rückkehr der Football- und Baseball-Ligen in Aussicht gestellt hatte.

Isner ein Kandidat für den Laver Cup

„Es wird schwierig für diejenigen werden, die ein Turnier austragen“, so Isner weiter. „Länder und Städte haben verschiedene Regeln darüber, wer einreisen und teilnehmen kann. Das ist ein ganz großes Fragezeichen hinter dem Tennissport, kein Zweifel. Unsere Spieler sind über den ganzen Erdball verteilt.“  

Gemäß seiner exponierten Position in der Weltrangliste wäre John Isner auch neuerlich ein Kandidat für einen Platz im Team Welt beim Laver Cup, der Ende September in Boston ausgetragen werden soll. Allerdings waren die French Open vorgeprescht und hatten sich selbst und ohne Absprache mit ATP und ITF auf genau jenes Datum verschoben. „Es gibt ganz viele Probleme mit diesem Termin. Angesichts dessen, was gerade in der Welt los ist, ist die ganze Saison verrückt. Turniere versuchen Wege zu finden, um zu spielen, ich verstehe die Überlegungen der Franzosen. Ich weiß aber nicht, ob das eine realistische Option ist. Wir werden sehen.“

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12.04.2020, 20:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.04.2020, 09:52 Uhr