ATP Madrid: Jodar auf den Spuren von Nadal und Alcaraz

Rafael Jodar ist der Aufsteiger der bisherigen Saison 2026 auf der ATP-Tour. Beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid ist der 19-Jährige die wohl größte Hoffnung auf einen Heimsieg. 

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 23.04.2026, 09:09 Uhr

Rafael Jodar am Mittwochabend in Madrid
© Getty Images
Rafael Jodar am Mittwochabend in Madrid

Schon erstaunlich: Vor einem Jahr lag Rafael Jodar noch außerhalb der Top 650 der ATP-Charts, aktuell wird der junge Spanier an Position 43 notiert. Vor wenigen Tagen konnte Jodar in Marrakech seinen ersten Titel auf der Tour feiern, auch in Barcelona gab er eine sehr gute Figur ab. 

In Madrid nun durfte Jodar gestern das Hauptabend-Programm auf dem Manolo Santana bestreiten. Und es wurde dann doch spannender als erwartet, wenn auch mit einem Happy End für die heimischen Fans. Denn Jodar besiegte Jesper de Jong mit 2:6, 7:5 und 6:4. Der nächste Gegner wird noch einmal knackiger, in Runde zwei geht es nämlich gegen Alex de Minaur. 

Nadal, Alcaraz und Jodar bilden ein Trio 

Mit seinem Sieg gegen de Jong gesellte sich Rafael Jodar aber auch noch zu zwei Größen des Tennissports: zu Rafael Nadal und Carlos Alcaraz. Denn nur diese beiden hatten vor ihrem 20. Geburtstag ein Match im Hauptfeld von Madrid gewonnen. Aus spanischer Sicht, versteht sich. Erstaunlich für eine so große Tennisnation wie Spanien. Aber mit Jodar gibt es jetzt ja immerhin ein Trio. 

Die andere Frage ist natürlich, ob Jodar die Tennisfans derart mitreißen wird können wie seine beiden Landsleute. Das scheint rein objektiv fast nicht möglich zu sein. Zum einen, weil Rafael Nadal und Carlos Alcaraz sehr extrovertiert veranlagt waren und sind, Rafael Jodar scheint dies nicht zu sein. Und dann ist da auch noch die Spielanlage: Die ist beim Newcomer am besten mit druckvoll und solide umschrieben. Aber natürlich kein Vergleich mit dem Spektakel, das Carlos Alcaraz fast bei jedem Match bietet. 

Der aber fehlt bekanntlich in Madrid, wie auch schon im letzten Jahr. Was Rafael Jodar in seiner augenblicklichen Form dann wohl zum größten Hoffnungsträger aus lokaler Sicht macht. Auch das hätte vor zwölf Monaten wohl niemand prophezeit. 

Hier das Einzel-Tableau in Madrid 

  
 

von Jens Huiber

Donnerstag
23.04.2026, 11:43 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.04.2026, 09:09 Uhr