ATP Madrid: Reilly Opelka gibt auf - Dominic Thiem in nächster Runde

Dominic Thiem hat in der zweiten Runde des ATP-Masters-1000-Turniers in Madrid von einer Aufgabe des US-Amerikaners Reilly Opelka profitiert. Der 21-Jährige musste beim Stand von 6:7 (2), 6:3 und 1:0 aufgeben (Hier geht's zum LIVETICKER zum Nachlesen).

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 07.05.2019, 23:09 Uhr

Dominic Thiem spielte in Madrid in der ersten Runde gegen Reilly Opelka
© Getty Images
Dominic Thiem

von Nikolaus Fink aus Madrid

Etwas überraschend musste Dominic Thiem bereits am Dienstag sein Auftaktmatch in Madrid bestreiten. Schließlich hatte sich sein Kontrahent Reilly Opelka durch die Qualifikation kämpfen müssen - seit Samstag hatte der US-Amerikaner daher keinen spielfreien Tag mehr gehabt. Aufgrund der Tatsache, dass der Mittwoch in der spanischen Hauptstadt traditionell für Zweitrundenpartien freigehalten wird, dürfte auch Thiem leicht verdutzt auf die Ansetzungen für Dienstag geschaut haben.

Noch dazu, weil der neben Rafael Nadal als großer Turnierfavorit gehandelte Österreicher nicht auf dem größten Court der Anlage spielen durfte. Thiem musste mit dem Aranxta-Sanchez-Vicario-Stadion vorliebnehmen und musste dies trotz seiner bislang sehr erfolgreichen Saison mit Turniersiegen in Indian Wells und Barcelona zunächst vor spärlich besetzten Zuschauerrängen tun - zu "verdanken" hatte er diesen Umstand Roger Federer, der zeitgleich auf dem Manolo-Santana-Court sein Sandplatzcomeback feierte.

Opelka dominiert mit Aufschlag, Thiem von der Grundlinie

Opelka bewies gleich zu Beginn, warum Thiem ihn als "sehr toughe" erste Aufgabe bezeichnet hatte. Der 21-Jährige servierte konstant über 200 km/h und ließ bei erstem Aufschlag überhaupt nichts anbrennen - der Österreicher positionierte sich stets meterweit hinter der Grundlinie und rückte erst bei zweitem Service seines Kontrahenten vor.

Von der Grundlinie hatte Thiem allerdings wie erwartet von Beginn weg seine Vorteile, zudem schien er mit seinem Trainerteam rund um Nicolas Massu die Rückhand Opelkas als Schwachstelle ausgemacht zu haben - insbesondere, wenn man diese mit einem tiefen Slice anvisiert. Beinahe wäre dieser Plan früh in der Partie aufgegangen, der French-Open-Finalist des Vorjahres vergab beim Stand von 2:2 allerdings eine Breakmöglichkeit - umso bitterer, da Thiem der Fehler in einem Grundlinienduell passierte.

Schwacher Tiebreak von Thiem beschert Opelka Satzführung

Ein Spiel darauf musste der Lichtenwörther selbst eine Breakmöglichkeit abwehren, mit drei guten Aufschlägen befreite Thiem sich aber souverän aus dieser schwierigen Situation. Opelka tat es ihm im nächsten Game gleich und entschärfte zwei weitere Breakmöglichkeiten des Weltranglistenfünften. Es sollten die letzten des gesamten Satzes bleiben - ein Tiebreak musste die Entscheidung bringen.

In diesem schenkte der Vorjahresfinalist mit einem Doppelfehler und einem Vorhandfehler seinem Gegner zwei einfache Punkte. Das war zu viel: Opelka servierte auch in der Kurzentscheidung enorm stark und gewann den Tiebreak mit 7:2. Thiem musste erstmals den Platz verlassen, um sich neu zu sammeln.

Thiem reicht ein Break im zweiten Satz

Viel schien das bei den Returnspielen aber nicht zu helfen. Hatte Thiem im ersten Satz zumindest noch vereinzelt Chancen bei den Aufschlagsielen des Weltranglisten-58. vorgefunden, tat er sich im zweiten Abschnitt diesbezüglich deutlich schwerer. Der Niederösterreicher variierte die Position beim Rückschlag zwar häufig, positive Auswirkungen hatte das auf sein Spiel allerdings überhaupt nicht.

Erst als Thiem sich beim Stand von 4:3 wieder an die Bande stellte, fanden die Returns wieder ihren Weg in den Court. Diesmal sollte sich die Umstellung sofort auszahlen - der Österreicher breakte zum 5:3 und servierte anschließend nach Abwehr eines Breakballs unter großem Jubel der - immer noch nicht vielen - Zuschauer zum Satzgewinn aus.

Nach dem zweiten Satz ließ sich Opelka plötzlich am unteren Rücken behandeln. Der Physio knetete, aber konnte die Probleme des Hünen nicht in den Griff bekommen. Nach nur einem Aufschlagspiel, in dem Opelka keinen einzigen ersten Aufschlag ins Feld setzte, schritt er zum Netz und schüttelte Thiem die Hand.

Im Achtelfinale wartet Fognini oder Millman

Im Achtelfinale trifft Thiem am Donnerstag auf Fabio Fognini oder John Millman. Der Italiener setzte sich in der ersten Runde gegen Kyle Edmund in zwei Sätzen durch, Millman schlug Steve Johnson in zwei hart umkämpften Tiebreak-Sätzen. Das Duell der beiden steigt am Mittwoch.

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Dienstag
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zuletzt bearbeitet: 07.05.2019, 23:09 Uhr

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