ATP Masters Madrid: Ein Hauch von „Super Saturday“

Drei Marathon-Matches am Samstag in Madrid - das hat an gar nicht so lange zurückliegende Großkampftage in New York City erinnert.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 08.05.2022, 09:04 Uhr

Alexander Zverev hat mit Mitternachtstennis kein Problem
© Getty Images
Alexander Zverev hat mit Mitternachtstennis kein Problem

Zweieinhalb Stunden hatten die Veranstalter des kombinierten Events in Madrid für die drei am Samstag terminierten Spiele angesetzt, die beiden Halbfinali der Männer und das Endspiel der Frauen. Das ist grundsätzlich wohl in Ordnung, auch wenn natürlich nie pünktlich begonnen wird und nach dem Finale der Frauen ja auch noch eine Siegerehrung zu bestreiten ist. Es kam bekanntlich anders, alleine Carlos Alcaraz und Novak Djokovic belegten den Manolo Santana mit Einmarsch, Einspielen und Post-Match-Interview fast vier Stunden lang.

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Danach hatten es Ons Jabeur und Jessica Pegula auch nicht gerade eilig. Und Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas beendeten ihr Duell nach ein Uhr Früh. Zverev wird dies in Hinblick auf das heutige Treffen mit Alcaraz (ab 18:30 Uhr live bei Sky und in unserem Liveticker) verkraften, er gilt ohnehin eher als Nachtschwärmer denn als Elf-Uhr-Starter.

Finali der 1000er im Best-of-Five-Format

Die Dichte - und die Aufteilung - des Programms in Madrid erinnerten mithin an das, was bei den US Open über Jahre gang und gebe war: Dass am Samstag die Männer ihre Finalisten ermitteln. Und die Frauen um den Titel spielen. „Super Saturday“ hieß dies damals, lange bevor jeder beliebige Spieltag der Fußball-Bundesliga als solcher verkauft wurde. Die Besonderheit in New York City war natürlich, dass die Männer im schlimmsten Fall über fünf Sätze gehen mussten. Und das am Finalsonntag gleich noch einmal.

Die US-Open-Champions aus jenen Tagen waren wohl tatsächlich die am härtesten Geprüften, was die vier Majors anbelangt. Dass die Qualität der Finali durch die Belastung ab und zu gelitten hat, steht auf einem anderen Blatt. Mittlerweile hat sich auch in Flushing Meadows der Gedanke durchgesetzt, dass man Grand-Slam-Finalisten einen Tag Pause vor dem größten Match der beiden Turnierwochen gönnen sollte. In Madrid war dies bei den Frauen möglich, bei den Männern nicht gewünscht. Nicht zu vergessen: In der Vergangenheit ist es ja auch bei vielen 1000ern die Regel gewesen, dass die Siegertrophäe im Best-of-Five-Modus ausgespielt wurde. Das aber wäre mit dem eng getakteten Turnierkalender nicht mehr vereinbar.

Hier das Einzel-Tableau in Madrid

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von Jens Huiber

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zuletzt bearbeitet: 08.05.2022, 09:04 Uhr

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