ATP Masters Madrid: Jodar-Coup bleibt aus - Jannik Sinner marschiert ins Halbfinale

Jannik Sinner hat wieder zugeschlagen. Der Weltranglistenerste gewann das mit Spannung erwartete Viertelfinale gegen Shooting-Star Rafael Jodar im Masters von Madrid mit 6:2, 7:6.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 29.04.2026, 18:48 Uhr

Jannik Sinner im Viertelfinale von Madrid
© Getty Images
Jannik Sinner im Viertelfinale von Madrid

Hier das Match zum Nachlesen im RE-LIVE-Ticker

Der 19-jährige Lokalmatador Rafael Jodar startete mutig in die Partie und spielte bis zum 2:2 auf Augenhöhe mit Sinner mit. Soll heißen: Er ließ sich vom Favoriten zunächst keineswegs beeindrucken.

Kurze Schwächephase

Dann folgte jedoch ein kurzer Konzentrationsabfall, der Jodar ins Hintertreffen brachte. Sinner nutzte eine Reihe ungenauer Vorhände und eine Rückhand ins Aus konsequent aus und erarbeitete sich drei Breakbälle. Zwar wehrte Jodar die ersten beiden noch mit starken Aufschlägen ab, doch beim dritten war Sinner zur Stelle und vollendete mit einem Rückhand-Winner aus der Defensive. 

Ein weiteres schwaches Aufschlagspiel des Spaniers brachte das 2:5, ehe Sinner den Satz sicher ausservierte.

Madrid glaubt weiter

Im zweiten Satz zeigte sich Jodar jedoch kämpferisch. Angetrieben vom Publikum in der Caja Mágica hielt er deutlich stabiler dagegen und zwang Sinner zu längeren Ballwechseln. Beim Stand von 3:2 aus seiner Sicht bot sich dem Spanier sogar die große Chance auf die Wende. 

Am Ende ließ er jedoch zwei Breakbälle ungenutzt, weil Sinner in den entscheidenden Momenten seine Klasse ausspielte. Auch im folgenden Aufschlagspiel des Italieners kam Jodar noch einmal zu drei Breakchancen, doch der Favorit blieb unter Druck stabil.

Sinner im Tiebreak meisterlich

Nach mehreren umkämpften Games ging der Satz schließlich in den Tiebreak. Dort zeigte Sinner seine ganze Erfahrung und Nervenstärke. Mit präzisen Returns und druckvollen Grundschlägen ließ er Jodar keine Chance und gewann den Tiebreak souverän zu Null. 

Damit war die Partie entschieden und der Favorit steht erneut im Halbfinale eines Masters-Turniers.

Das Maß aller Dinge

Der Sieg bedeutet für Sinner bereits das vierte Masters-Halbfinale in Serie und das fünfte in dieser Saison, wenn man die Australian Open mitzählt. Sollte der Italiener das Turnier in Madrid gewinnen, würde er einen historischen Rekord aufstellen: fünf Masters-1000-Titel in Folge. Das hat seit der Einführung der Serie im Jahr 1990 noch kein Spieler geschafft hat (nicht einmal die Big Three).

Im Halbfinale wartet nun der Sieger aus Arthur Fils gegen Jiri Lehecka. So oder so geht Sinner einmal mehr als Favorit in das kommende Match.

Und Jodar?

Die vielzitierten Vergleiche zwischen Jodar und Carlos Alcaraz treffen nicht unbedingt zu. Jodar spielt eher ein ähnliches Spiel wie Sinner. Aber: Sinner spielt es eben besser. Und er kann auf seine Erfahrung als mehrfacher Grand-Slam- und Masters-Sieger zurückgreifen.

Hier das Einzeltableau der Herren in Madrid

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Alcaraz Carlos

von Isabella Walser-Bürgler

Mittwoch
29.04.2026, 18:24 Uhr
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