ATP-Masters Madrid: Ruud ringt Tsitsipas im Tiebreak-Thriller nieder

In einem knapp dreistündigen Tiebreak-Thriller konnte Titelverteidiger Casper Ruud beim ATP-Masters-Turnier einen stark spielenden und aufopferungsvoll kämpfenden Stefanos Tsitsipas in die Knie zwingen und steht dadurch in der spanischen Hauptstadt im Viertelfinale. Weiterhin vom Heimsieg träumen darf Rafael Jodar, der Vit Kopriva in zwei Sätzen in die Schranken weisen konnte.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 28.04.2026, 18:07 Uhr

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In einem knapp dreistündigen Tiebreak-Thriller konnte sich Casper Ruud gegen Stefanos Tsitsipas hauchdünn behaupten.

Eine spannende Auseinandersetzung war beim ATP-Masters-Event in Madrid im Achtelfinale zwischen dem Titelverteidiger Casper Ruud als Nr. 12 des Turniers und dem in der spanischen Hauptstadt wiedererstarkten Stefanos Tsitsipas zu erwarten, da auch der direkte Vergleich im Vorfeld mit dem knappen 3:2 für den Norweger fast ausgeglichen daherkam.

Und von Beginn an erlebten die Zuschauer im Arantxa Sanchez Stadium eine hocklassige und spannende Partie mit Sandplatztennis vom Allerfeinsten. Lediglich der Grieche musste die einzige Break-Möglichkeit im ersten Durchgang abwehren, ehe es in den Tiebreak ging. Dort verschaffte sich der 27-jährige Tsitsipas mit einem Zwischenspurt von vier Punkten in Folge den entscheidenden Vorteil und konnte gleich seinen ersten Satzball nutzen.

Auch der zweite Akt lief mit je einer ausgelassenen Breakchance komplett ausgeglichen, weshalb auch dort der Tiebreak die Entscheidung bringen musste. Diesmal war es jedoch der 27-jährige Ruud, der das Momentum mit einem Lauf von neun gewonnenen Punkten in zehn Ballwechseln auf seine Seite ziehen und dadurch gleich darauf mit einem etwas glücklich getroffenen Lob-Ball den Satzausgleich herstellen konnte. 

Im Entscheidungs-Durchgang boten sich beiden Spielern zahlreiche Möglichkeiten, wobei Tsitsipas im sechsten Spiel zum ersten Break der gesamten Partie zupacken konnte und den Vorsprung zur 5:3-Führung transportieren konnte. Nachdem der auf Weltranglistenplatz 80 zurückgefallene Tsitsipas beim Stand von 5:3 zwei laufende Matchbälle bei Aufschlag seines Gegners ungenutzt ließ, nahm die Partie eine weitere Wendung, indem Ruud mit Break seinerseits zum 5:5 in den Satz zurückkehren konnte. Und wie es fast nicht anders sein konnte, ging auch der Entscheidungsdurchgang in den Tiebreak. Dort konnte sich Tsitsipas mit dem ersten Mini-Break auf 2:0 absetzen, dennoch bewies Ruud seine bekannten Steher-Qualitäten, holte sich mit einem gefühlvollen Halbvolley drei laufende Matchbälle und durfte nach einer ins Netz verzogenen Vorhand seines Gegners den hartumkämpften 6:7 (4), 7:6 (2), 7:6-Comeback-Erfolg nach knapp drei Stunden bejubeln.

Im Viertelfinale sieht sich der Weltranglisten-15. entweder dem belgischen Youngster Alexander Blockx oder dem an Nr. 16 gesetzten Argentinier Francisco Cerundolo gegenüber.

Jodar lässt Heimpublikum weiter jubeln

Weiter auf der Heimwelle reitet der gebürtige Madrilene Rafael Jodar. Sein Achtelfinal-Gegner Vit Kopriva aus Tschechien konnte zwar im ersten Durchgang lange Gegenwehr leisten und sich sogar im siebten Spiel die einzigen beiden Break-Möglichkeiten im Durchgang erspielen, patzte aber im letzten Aufschlagspiel zum Erreichen des Tiebreaks komplett und musste dieses ohne Punktgewinn zum Satzrückstand abgeben. 

Mit dem Momentum und dem Publikum im Rücken war der 19-jährige Jodar von nun an nicht mehr zu bremsen, überließ seinem 28-jährigen Gegner keinen Spielgewinn mehr und besiegelte bei Aufschlag seines Gegenübers mit seinem ersten Matchball den finalen 7:5, 6:0-Erfolg nach 79 Minuten.

Im Viertelfinale erwartet den spanischen Youngster sein erstes Duell mit dem Weltranglistenersten Jannik Sinner aus Südtirol.

Hier das Einzel-Tableau aus Madrid

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Dienstag
28.04.2026, 17:57 Uhr
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