Florian Mayer gewinnt das Kumpel-Duell

Der Bayreuther spielt sich über Matthias Bachinger in das Hauptfeld von Stuttgart.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 06.06.2016, 00:00 Uhr

on day three of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club on June 27, 2012 in London, England.

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass das Verhältnis der deutschen Spieler auf der ATP-Tour untereinander jeder Belastungsprobe standhält, dann liefern Florian Mayer und Matthias Bachinger diesen schon in den frühen Morgenstunden des ersten Turniertages in Stuttgart: Um 11 Uhr ist das Qualifikations-Finale der beiden Veteranen angesetzt, eine Stunde vorher spielen sie sich auf einem Trainings-Court miteinander ein, Tobias Summerer leitet die lockere Übungseinheit.

Das Spiel auf Rasen liegt Florian Mayer in besonderem Maße, zweimal, 2004 und 2012, hat es der gebürtige Bayreuther in Wimbledon bis in die Runde der letzten Acht geschafft. Mayer spielt die Bälle generell sehr flach, auf dem Untergrund in Stuttgart wie auch in Halle oder Wimbledon gewinnen sie nach dem Aufprall keine Höhe. Die Auftaktpartie des Qualifikations-Turniers gegen Daniel Brands gewann Mayer problemlos, auch gegen Bachinger hat der 32-Jährige das bessere Ende für sich.

Nach Halle ohne Wildcard

"Ein ganz schwieriges Spiel für beide", das sagt Summerer nach dem Match. Und keines, das qualitativ höchsten Ansprüchen gerecht werden kann. Kein Wunder: Bachinger und Mayer sind gute Freunde, haben seit Donnerstag in Stuttgart gemeinsam trainiert, die Auslosung für den Qualifikations-Wettbewerb hat es nicht gut mit ihnen gemeint. Die Chancen, dass Bachinger als Lucky Loser in das Hauptfeld kommt, stehen nicht gut, noch sind keine Absagen eingegangen.

Florian Mayer auf der anderen Seite wird nach dem MercedesCup nach Halle weiterziehen. In München hatte Mayer noch betont, dass er sich nach all den Jahren, die er in Westfalen erfolgreich aufgeschlagen hat, eben dort eine Wildcard erwartet hätte, nun nimmt die aktuelle Nummer 226 der Welt bei den Gerry Weber Open sein Protected Ranking in Anspruch. In Stuttgart ist für Florian Mayer wie immer alles möglich - und im Gegensatz zu seinen kommenden Gegnern hat er sich auch schon gebührend eingespielt und mit zwei Siegen Selbstvertrauen geholt.

von Jens Huiber

Montag
06.06.2016, 00:00 Uhr