ATP: Milos Raonic wollte schon ganz hinwerfen

Milos Raonic hat mit seinem Erstrunden-Erfolg beim Comeback in ´s-Hertogenbosch für positive Schlagzeilen gesorgt. Dass es der Kanadier überhaupt noch einmal versucht, war nicht selbstverständlich.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 13.06.2023, 16:14 Uhr

Milos Raonic - allerdings im Jahr 2020, also zu besseren Zeiten
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Milos Raonic - allerdings im Jahr 2020, also zu besseren Zeiten

Pressekonferenzen hat Milos Raonic schon länger keine mehr geben müssen. Oder dürfen, je nachdem. Umso gesprächiger zeigte sich der Kanadier nach seinem glatten Zwei-Satz-Erfolg gegen Miomir Kecmanovic zum Auftakt in ´s-Hertogenbosch. Und warum auch nicht: Ein 6:3 und 6:4 gegen einen gesetzten Spieler nach knapp zwei Jahren Pause - so etwas hat man nicht alle Tage zu kommentieren.
Begonnen hat die Verletzungsmisere mit Problemen an der Achillessehne. Und es sollten weitere Rückschläge folgen.

„Oft wollte ich es nicht einmal versuchen, weil ich mich so weit entfernt gefühlt habe“, erklärte Raonic also. „Es gab Momente, an denen ich gesagt habe: Das war´s. Ende 2021 hatte ich nicht mehr die Absicht, überhaupt noch einmal zu spielen. Ich dachte, ich muss mal mein Leben sortieren, kurz nach meiner Hochzeit.“

Raonic auf die Zeit nach der Karriere gut vorbereitet

Eine Lektion habe er aber gelernt. Und zwar keine schlechte: „Das Leben nach dem Tennis wird ok sein, wovor ich ein wenig Angst hatte. Weil man so viel Zeit in einen einzige Sache und Fähigkeit legt“, sagte Raonic weiter. „Tennis wird einfach Dein Leben. Wenn man danach darüber nachdenken muss, was man sich nach dem Tennis mit dieser Hingabe widmet, das ist eine schwierige Angelegenheit.“ Aber in diesem Punkt sei er nun beruhigt.

Noch aber bestimmt der Tennissport das Leben des Milos Raonic. Morgen geht es im Achtelfinale in ´s-Hertogenbosch gegen Jordan Thompson aus Australien.

Hier das Einzel-Tableau in ´s-Hertogenbosch

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Dienstag
13.06.2023, 18:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 13.06.2023, 16:14 Uhr