ATP Montreal: Dominic Thiem jagt ersten Sieg in Kanada

Nach seinem ersten Turniersieg auf österreichischem Boden will Dominic Thiem in Kanada umgehend für die nächste Premiere in seiner Karriere sorgen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 07.08.2019, 08:52 Uhr

Dominic Thiem
Dominic Thiem

Das Tennisleben kann ebenso schön wie brutal sein. Am Samstag feierte Dominic Thiem in Kitzbühel seinen bisher "schönsten und emotionalsten" Titel, nur vier Tage später muss der Österreicher bereits wieder ran - und muss dabei einen Flug über den Atlantik sowie einen Belagwechsel wegstecken.

Die Rahmenbedingungen werden indes nicht nur aufgrund des härteren Untergrund andere sein, auch die Unterstützung des Publikums wird wohl gänzlich seinem Kontrahenten gehören - ganz anders noch als in Kitzbühel. Denn Thiem trifft in der zweiten Runde auf Lokalmatador Denis Shapovalov, der zum Auftakt Pierre-Hugues Herbert in zwei Sätzen besiegte.

Shapovalov fühlt sich in Montreal pudelwohl

Der Sieg über den Franzosen war für den erst 20-jährigen Shapovalov der erste seit mehr als zwei Monaten, in der Zwischenzeit musste der Weltranglisten-32. fünf Erstrundenniederlagen hinnehmen. Vor Heimpublikum und auf Hartplatz fühlt sich der Kanadier allerdings besonders wohl, das bewies er unter anderem mit einem Sieg über Rafael Nadal in Montreal vor zwei Jahren.

Die Voraussetzungen könnten für Thiem demnach weitaus bessere sein. Darüber hinaus konnte der Weltranglistenvierte in Kanada auf der ATP-Tour noch nie gewinnen, beim jährlich zwischen Toronto und Montreal wechselnden Rogers Cup setzte es für den Lichtenwörther in fünf Matches ebenso viele Niederlagen.

Ich freue mich darauf, wieder auf Hardcourt zu spielen.

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"Ich hätte nicht mit mehr Selbstvertrauen hierher kommen können", gab sich Thiem vor dem Turnierstart aber dennoch positiv. Zwar sei die Vorbereitungszeit naturgemäß etwas kurz gewesen, grundsätzlich sei er mit seinem Spiel momentan aber sehr zufrieden. Und: Aufgrund des langsamen Belags in Montreal sei ihm die Umstellung von Sand auf Hartplatz nicht allzu schwergefallen.

Thiem: drei Umstellungen entscheidend

"Ich freue mich darauf, wieder auf Hardcourt zu spielen", so der 25-Jährige. "Ich muss wieder näher an die Grundlinie, kann meinem Slice vermehrt einsetzen und werde beim Aufschlag wieder flach durchservieren. Das sind drei der wichtigsten Dinge", gab Thiem die Marschroute für die kommenden Wochen vor.

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Thiem, der in Montreal nach den Absagen von Novak Djokovic und Roger Federer erstmals bei einem ATP-Masters-1000-Turnier an Position zwei gesetzt ist, ist sich der Schwere der Auftakthürde aber durchaus bewusst: "Gegen Denis kann es wieder eine frühe Niederlage geben. Aber ich werde mein Bestes versuchen, um hier den ersten Sieg einzufahren."

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zuletzt bearbeitet: 07.08.2019, 08:52 Uhr

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