Schmutziger Schlagabtausch

Nick Kyrgios muss sich nach seiner umstrittenen Aufgabe in Shanghai gegen Steve Johnson harte Kritik von einem Ex-Rugby-Star gefallen lassen.

von Maximilian Kisanyik
zuletzt bearbeitet: 13.10.2017, 17:42 Uhr

Nick Kyrgios muss eine saftige Strafe zahlen

Die Diskussionen um Nick Kyrgios gehen in die nächste Runde. Nun legte ein ehemaliger australischer Rugby-Star nach und ging seinen Landsmann während einer Radiosendung scharf an. Der Grund für die Attacke von Matthew Johns ist die Aufgabe von Kyrgios in der ersten Runde beim Masters in Shanghai.

Der 22-Jährige verlor den ersten Satz gegen den Amerikaner Steve Johnson und gab auf - ohne ersichtlichen Grund. Kyrgios hatte speziell im entscheidenden Tiebreak in Durchgang eins Probleme mit dem Schiedsrichter und dem Publikum, das, laut Kyrgios, immer wieder reingerufen haben soll. 16.500 Dollar Strafe wurden gegen die Nummer 21 der Welt verhängt.

Johns bezeichnete Kyrgios' Verhalten in der Triple M Show als "Bullshit" und "schändliches Verhalten". "Die Leute bezahlen so viel Geld dafür, dass sie Leute wie ihn spielen sehen. Er soll schon während des Matches gesagt haben, dass er aufhören würde, sollte er den ersten Satz verlieren. Auf Twitter entschuldigt er sich damit, dass er Bauchschmerzen gehabt hätte. Bitte", legte Johnson nach.

Das Verhalten des Tennisstars verglich der 46-Jährige mit dem 38-jährigen Fußballspieler Tom Cahill, der für Australien in der WM-Qualifikation für das Turnier in Russland 2018 im Einsatz war: "Zum einen hat man einen 38-Jährigen, der für die 'Socceroos' 90 Minuten lang unermüdlich das Spielfeld rauf und runter rennt und dann gibt es Nick Kyrgios, der jung ist und in seiner Blüte steht, aber einfach nichts geben will. Nicht einmal ein bisschen."

Kyrgios kontert Attacke

Die Reaktion von Kyrgios ließ nicht lange auf sich warten. Per Twitter meldete sich der Australier zu Wort. "Warum spricht Matthew Johns über Individual-Sportarten? Mag er es nicht, Dinge in Gruppen zu machen?", ließ Kyrgios auf seinem Social-Media-Kanal verlauten. Die Anspielung, ob Johns nicht gerne Dinge in Gruppen machen würde, soll auf dessen Vergangenheit abzielen.

Im Jahr 2009 war Johns in einen Sex-Skandal mit ein paar seiner Teamkollegen verwickelt. Johns gab damals zu, dass er mit dieser Frau sexuell aktiv gewesen sei, den Raum aber verlassen habe, als mehrere Spieler dazukamen. Eine Anklage gegen die Spieler wurde seitens der Frau nicht erhoben.

Ob der schmutzige Schlagbautausch in die nächste Runde geht, bleibt abzuwarten. Das letzte Wort scheint jedoch noch nicht gesprochen zu sein.

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13.10.2017, 17:42 Uhr