ATP St. Petersburg: Andrey Rublev nach Sieg über Denis Shapovalov im Endspiel

Es wurde das erwartet hochklassige Match, Andrey Rublev und Denis Shapovalov lieferten sich im Halbfinale des ATP-500-Events von St. Petersburg einen heißen Schlagabtausch, in welchem der Russe den längeren Atem bewies und mit 4:6, 6:3 und 6:4 ins Endspiel einzog. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 17.10.2020, 15:21 Uhr

Andrey Rublev schlägt Denis Shapovalov und steht im Endspiel von St. Petersburg
Andrey Rublev schlägt Denis Shapovalov und steht im Endspiel von St. Petersburg

Andrey Rublev gegen Denis Shapovalov: Ein Match-Up, das wohl in der Zukunft des Tennissports eine ganz zentrale Rollen spielt. Die beiden für ihre offensive, attraktive Spielweise bekannten Youngsters sollten sich im Halbfinale des ATP-500-Events von St. Petersburg zum bereits vierten Mal gegenüberstehen, mit zwei Siegen im Jahr 2019 sprach zumindest das Head-to-Head leicht zu Gunsten vom Kanadier. 

Das sollte dieser im ersten Durchgang auch beweisen, nachdem beide Spieler ihre jeweils ersten drei Aufschlagspiel souverän halten konnten, schickte sich Shapovalov im berühmt-berüchtigten siebenten Game an, seinem Gegner den Aufschlag abzunehmen. Rublev konnte zwar zwei Breakbälle abwehren und fand sogar einen Spielball vor, dann spielte sich Shapovalov aber in einen Rausch, schlug drei Winner en suite und holte sich das Break - und wenig später auch Satz eins. 

Shapovalov schenkt Momentum her

Im zweiten Durchgang schien sich diese Form fortzusetzen, Shapovalov schlug Winner um Winner, dennoch war es Andrey Rublev, der das erste Break des Satzes schaffen sollte. Nach einem 40:0 leistete sich der Kanadier einen fürchterlichen Selbstfaller, schlug vier Doppelfehler und schenkte Rublev das Break, welches dieser wenig später auch zum Satzgewinn transportieren konnte. 

Es war das erwartungsgemäß hochklassige Match, beide Spieler beeindruckten mit ausgezeichnetem Grundlinientennis, wobei Shapovalov etwas öfter den Weg zum Netz suchte. Vor einem Andrey Rublev frenetisch anfeuernden - aber nicht immer ganz fairen - Publikum musste also ein dritter Durchgang die Entscheidung bringen. In diesem war es abermals der Lokalmatador Rublev, der das erste Break schaffen sollte, im fünften Game schnappte sich der Russe den Aufschlag Shapovalovs. 

Viertes Finale der Saison für Rublev

Das sollte sich Andrey Rublev nicht mehr nehmen lassen. Shapovalov monierte im Anschluss sichtlich genervt über einen Fan, der ihn zwischen erstem und zweiten Aufschlag bei Breakball zu stören versuchte. Rublev spielte das Match konzentriert zu Ende und verwandelte nach etwas mehr als zwei Stunden seinen zweiten Matchball. Im zweiten Halbfinale treffen Borna Coric und Milos Raonic aufeinander. Für Andrey Rublev ist es bereits das vierte Endspiel in dieser Saison, alle drei bisherigen konnte der 22-Jährige auch für sich entscheiden. 

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zuletzt bearbeitet: 17.10.2020, 15:21 Uhr