ATP Stuttgart: Feuchte Grüße aus Karlsruhe, zwei Deutsche im Achtelfinale

Mit Yannick Hanfmann und Peter Gojowczyk sind zwei Lokalmatadoren in das Achtelfinale beim ATP-Tour-250-Turnier in Stuttgart eingezogen.  Dominik Koepfer dagegen unterlag Jurij Rodionov.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 09.06.2021, 21:03 Uhr

Yannick Hanfmann steht in Stuttgart in Runde zwei
© Getty Images
Yannick Hanfmann steht in Stuttgart in Runde zwei

Von Jens Huiber aus Stuttgart

Abgesehen von hauptberuflichen Meteorologen hat niemand in Deutschland - wahrscheinlich sogar in ganz Europa - einen genaueren Blick auf die aktuelle Wetterlage als Norbert Peick. Der renommierte Oberschiedsrichter vieler ATP-Turniere, Davis-Cup-Partien und auch des ersten Laver Cups in Prag (dort hat das Wetter keine Rolle gespielt) wirkt in der laufenden Woche als oberste Instanz beim MercedesCup in Stuttgart. Und wenn Peick schon vormittags verkündet, dass ein Gewitter in Karlsruhe nachmittags zu Problem werden könnte, dann muss man dies zwingend ernst nehmen.

Nachdem aber nicht einmal Norbert Peick unfehlbar ist, beschränkten sich die Karlsruher Grüße dann zunächst nur auf ein paar Regentropfen, die den Spielbetrieb beim traditionsreichen ATP-Tour-250-Turnier in Stuttgart für ein paar Minuten unterbrachen. Doch ein gutes Stündchen, nachdem das Thema Karlsruhe zum ersten Mal am Mittwoch akut wurde: Der dort geborene Yannick Hanfmann hatte sich nämlich in seinem ersteh Rasenmatch des Jahres gegen Jeremy Chardy mit 6:4 und 6:4 durchgesetzt, trifft in Runde zwei auf Ugo Humbert.

Shapovalov trainiert mit der Frau Mama

Parallel zum Spielbetrieb machten sich die Topfavoriten des Turniers mit den Begebenheiten vertraut: Denis Shapovalov, in diesem Jahr die Nummer eins in Stuttgart, trainierte unter dem wachsamen Auge von Mutter Tessa. Félix Auger-Aliassime und Alex de Minaur übten gemeinsam, die Nummern drei und vier könnten nur im Endspiel aufeinander treffen. Lediglich Hubert Kurkacz warf sich schon ins Wettkampfgeschehen, der Auftritt im Doppel an der Seite von Lukasz Kubot hatte wohl auch olympische Hintergedanken.

Peter Gojowczyk hat mit Tokio 2021 wie auch mit Karlsruhe im allgemeinen nichts am Hut, am Einzug in die zweite Runde hat dies den Dachauer nicht weiter gehindert. Gojowczyk musste sich an Ilya Ivashka abarbeiten, der vorgesehene Gegner John Millman zog kurzfristig zurück. Gojo gewann jedenfalls mit 5:7, 6:4 und 6:2.

Dominic Stricker überrascht

Gegen 16 Uhr hat es Norbert Peick allen Frevlern aber dann doch gezeigt: Da war nun der Niederschlag, der Almwiesen saftig werden lässt, dem Tennisspieler als solchem auf Rasen aber nicht zum Vorteil gereicht. Womit auch Peter Gojowczyk auf seinen Gegner noch etwas warten muss. Tendenziell hätte dies Dominik Koepfer werden, der zum Zeitpunkt der Unterbrechung gegen Jurij Rodionov mit 4:2 in Führung lag. Nach der Pause kam aber der österreichische Linkshänder besser ins Match, zog mit einem Drei-Satz-Erfolg in das Achtelfinale ein.

Einen positiven Beitrag lieferte immerhin Dominic Stephan Stricker. Der 18-jährige Schweizer, im vergangenen Herbst Juniorenchampion bei den French Open, bezwang Routinier Radu Albot mit 7:6 (4) und 7:6 (5). Und darf am Donnerstag gegen Hubert Hurkacz in die Bütt, die Nummer zwei des Tableaus.

Hier das Einzel-Tableau in Stuttgart

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