ATP Stuttgart: Struff geht mit Respekt ins Viertelfinale
Jan-Lennard Struff hat beim ATP-Turnier in Stuttgart zwei konzentrierte Auftritte hingelegt. Die Rasensaison könnte gut werden für ihn – aber zu weit vorausblicken will der Warsteiner nicht.
von Florian Goosmann aus Stuttgart
zuletzt bearbeitet:
14.06.2024, 12:52 Uhr

7:6 (7), 6:3 gegen Flavio Cobolli, 6:4, 7:6 (0) gegen Arthur Rinderknech – zwei typische Rasensiege waren es, die Jan-Lennard Struff auf dem Stuttgarter Weissenhof hingelegt hat bislang.
Ein gutes Pflaster ist es hier ohnehin für ihn: Im Vorjahr stand er kurz vorm großen Sieg, seinem ersten ATP-Titel, er hatte gar Matchball gegen Frances Tiafoe. Der am Ende dann doch triumphierte. (Struff holte seinen ersten Titel dann in diesem Frühjahr in München.)
Das Bittere: Struff fiel anschließend lange aus, musste Wimbledon absagen – wo er erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzt gewesen wäre.
Struff legt nach Paris eine Pause ein
2024 nun läuft wieder rund, eben auch auf dem Rasen. Nach dem Paris-Aus gegen Alex de Minaur hatte sich Struff erst mal ein paar Tage Pause gegönnt und den Schläger fünf Tage nicht angefasst, war bei der Familie, reiste am Donnerstag vor einer Woche in Stuttgart an. Ein Übergangstraining auf Hartplatz ließ er bleiben, es sei ja genug Zeit gewesen hier vor Ort. Offenbar die richtige Entscheidung.
Womöglich sogar auf dem Weg zur Wiederauflage des Vorjahresendspiels gegen Tiafoe, diesmal bereits im Halbfinale.
Struff fühlt sich so wohl wie 2023
Dazu muss Struff allerdings heute gegen Brandon Nakashima siegen. Der seine Chance nach der Absage von Alexander Zverev genutzt hat. Gegen Christopher Eubanks und Richard Gasquet gewann der US-Amerikaner ebenfalls in zwei Sätzen.
Der Sieg gegen Gasquet sei ein „guter“, auch Eubanks sei eben auf Rasen stark, er hatte im Vorjahr in Mallorca gewonnen und in Wimbledon das Viertelfinale erreicht. „Das wird ein sehr schwieriges Match.“ Das erste der beiden gegeneinander.
Ob er sich in diesem oder letzten Jahr wohler fühle, wurde Struff noch gefragt – ohne eine Antwort darauf geben zu können. „Ich fühle mich gut, habe einen guten Touch. Den hatte ich im letzten Jahr auch. Schwer zu sagen, wann ich mich besser gefühlt habe.“
Angesichts seines Laufs bis fast zum Titel im vergangenen Jahr eigentlich eine vielversprechende Aussage.