ATP Stuttgart: Top-Talent Stricker nach Sieg über Hurkacz im Viertelfinale

Dominic Stephan Stricker ist in das Viertelfinale des ATP-Tour-250-Turniers in Stuttgart eingezogen. Der 18-jährige Schweizer besiegte Hubert Hurkacz mit 7:6 (5) und 7:6 (5).

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 10.06.2021, 17:09 Uhr

Von Jens Huiber aus Stuttgart

Es ist ja nicht so, dass Edwin Weindorfer dieser Tage in Stuttgart nicht genug zu tun hätte. Der Turnierdirektor des MercedesCups muss die Ehrengäste gleichermaßen bespielen wie die Behörden vor Ort, auch der eine oder andere Athletenwunsch wird direkt an Weindorfer herangetragen. Wenn allerdings Dominic Stephan Stricker zum Schläger greift, dann nimmt sich auch Weindorfer die gebotene Zeit, um dem jungen Schweizer bei dessen Arbeit zuzusehen. Das war in der ersten Runde am Mittwoch gegen Radu Albot so. Und auch am Donnerstag im Match gegen Hubert Hurkacz hatte der Turnierchef neben Tommy Haas auf der Tribüne einen Platz eingenommen. Und wieder sah er einen Sieg des Teenagers, wie schon gegen Albot zwemal im Tiebreak.

Nun mag Radu Albots Spielanlage nicht die richtige für den eher schnelleren Rasen sein. Hurkacz dagegen, in diesem Jahr schon Champion beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami, hält die Bälle gerne flach und gerade. Eigentlich das Idealrezept für das Spiel auf Gras. Stricker dagegen nimmt mit der Vorhand mehr Spin mit. Kein Nachteil am Donnerstag im ersten Match auf dem Center Court beim TC Weißenhof, wie sich herausstellen sollte. Dort gewann Stricker sein drittes und viertes Tiebreak in Folge, darf im Viertelfinale gegen Sam Querrey ran. Einen Mann also, der 2016 in Wimbledon schon Novak Djokovic besiegt hat.

Schon mit Federer trainiert

Stricker, im Moment noch die Nummer 335 der Weltrangliste, war schon beim Sandplatzturnier in Genf vor ein paar Wochen auffällig geworden. Dort besiegte er Marin Cilic und Marton Fucsovics, verlor aber, wie sein großer Landsmann Roger Federer, gegen Pablo Andujar. mit Federer hat Stricker schon trainiert, Vergleiche mit dem Maestro verbieten sich selbstredend.

Immerhin aber darf Dominic Stephan Stricker auch schon den Titel eines Grand-Slam-Champions führen. Im vergangenen Jahr triumphierte er im Endspiel des Junioren-Wettbewerbs bei den French Open gegen Leandro Riedi, einen weiteren talentierten Schweizer. Spätestens da ist wohl auch Edwin Weindorfer auf Stricker aufmerksam geworden. Die Wildcard, die Stricker von den Veranstaltern in Stuttgart bekommen hat, hat der Youngster mit dem Erfolg gegen Hubert Hurkacz, die Nummer zwei des Turniers, allemal gerechtfertigt.

Hier das Einzel-Tableau in Stuttgart

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zuletzt bearbeitet: 10.06.2021, 17:09 Uhr