Andy Roddick – „Dass Roger so lange spielt, war irgendwie klar“

„A-Rod“ ist gespannt auf das Ende des Films zwischen Roger Federer und Novak Djokovic.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.07.2016, 21:42 Uhr

„Ich würde dich gerne hassen, aber du bist echt nett.“ Zitat:Andy Roddick, nachdem er mal wieder vonRoger Federerin einem Wimbledon-Finale besiegt wurde – was insgesamt drei Mal passierte. Roddick hat beim Thema Federer tatsächlich Mitleid verdient: Nur drei Siege gelangen ihm gegen den „Maestro“, dafür setzte es 21 Niederlagen. Entsprechend machte Roddick dieser Tage klar: Federer ist der beste Spieler, gegen den er je spielte.

Das Film-Ende steht noch aus

Wer jedoch der GOAT sei, der „Greatest Off All Time“, speziell im Wettlauf zwischen Roger Federer undNovak Djokovic, mochte sich Roddick nicht festlegen, wie die Website „tennisworldusa“ berichtet. „Es ist, als wolle man Filme vergleichen und hat die letzten 20 Prozent noch nicht gesehen. Schaut man aktuell auf die Zahlen, ist es Roger. Fünf Grand Slams vor Djokovic zu liegen, ist eine Hausnummer. Aber Novak zieht gerade an. Er ist aktuell der Größte“, so Roddick.

Dennoch sei Federer der Beste, gegen den er je spielen durfte. „Es wäre völlig absurd, wenn ich jemand anderen als Roger nennen würde. Aber es ist eine andere Diskussion, weil nur die gesamten Zahlen die Geschichte erzählen. Ich denke nicht, dass die individuellen Match-ups das auch tun.“

Federer und Sampras – Entspanntheit pur!

Federer habe er vor allem eines geneidet: dessen Entspannheit vor Matches. Roddick selbst hingegen sei angespannt, launisch und nervös gewesen. „Und das nimmt dir ebenso Energie wie der körperliche Teil.“ Federer könne sich aufspalten, frei nach dem Motto „Ich bin total relaxed bis ich spiele, dann bin ich fokussiert.“ Eine Eigenschaft, die auch Pete Sampras gehabt habe.

Und womöglich einer der Gründe, warum Federer noch spiele. „Es ist verrückt, aber wenn man zehn Jahre zurückblickt und damals hätte raten müssen, wer wohl am längsten spielen würde, wenn er weiter Spaß hat, hätten wir wohl alle auf Roger getippt. Nicht nur, weil sein Spiel am wenigsten ermüdend für den Körper ist, sondern auch, weil er einfach so natürliche und verschiedenste Möglichkeiten hat. Er kann die Punkte einfach abkürzen, wenn er will“, so die ehemalige Nummer eins der Tenniswelt.

von tennisnet.com

Samstag
16.07.2016, 21:42 Uhr