Boris Becker erklärt, warum Novak Djokovic so dominant ist

Boris Becker mit einem Loblied auf seinen Schützling.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 20.06.2016, 13:00 Uhr

PARIS, FRANCE - JUNE 05: Champion Novak Djokovic of Serbia clebrates with his coach, Boris Becker following his victory during the Men's Singles final match against Andy Murray of Great Britain on day fifteen of the 2016 French Open at Roland Garros...

Derzeit scheint es keine Frage des Ob, sondern des Wann zu sein, dassNovak Djokovicviele Rekorde im Tennis brechen wird, unter anderem den Grand-Slam-Rekord vonRoger Federersowie die meisten Wochen als Weltranglisten-Erster. Mit Boris Becker an seiner Seite hat der „Djoker“ nochmals einen spielerischen und mentalen Sprung nach vorne gemacht und scheint derzeit kaum zu schlagen. Der Golden Slam ist mittlerweile das erklärte Ziel von Djokovic. Im Gespräch mit den „BBC“-Moderatoren Sue Barker und Peter Fleming während des Turniers im Londoner Queen’s Club versuchte Becker zu erklären, warum sein Schützling so dominant ist.

„Noch nie Spieler gesehen, der besser in der Defensive spielt”

„Ich glaube, er will es mehr. Ich denke, dass es tief in ihm drin steckt; das Erbe, von dem er stammt und der familiäre Hintergrund. Er hat viel gelitten. Er ging durch die Hölle und zurück, als er zehn, zwölf und 14 war. Ich glaube, wenn das Herzstück herauskommt, in einem Wimbledon-Finale, wenn du dein Herzstück zeigen musst, geht er jedes Mal weiter. Er möchte Rekorde brechen, er will besser sein als das letzte Jahr. Es gibt viele Aspekte in seinem Spiel, die sich in den letzten zwei oder drei Jahren verbessert haben. Ich werde euch nicht zu viele Details darüber geben. Aber er ist besser geworden, und es gibt natürlich immer noch Dinge, bei denen er sich verbessern muss“, sagte Becker.

Das Herzstück im Spiel des Serben: die Defensive. „Ich habe noch nie einen Spieler gesehen, der besser in der Defensive spielt als Novak. Manche Bälle, die er bekommt und wie er von der Defensive in die Offensive kommt, das ist unübertroffen.“ Ob Djokovic bereits an den Grand-Slam-Rekord denkt? Laut Becker ist dies im Kopf des Serben. „Ich denke, es wäre eine Lüge zu sagen, dass er sich die Tennisgeschichte nicht angeguckt hat. Er ist sich bewusst, dass Roger 17 gewonnen hat, er ist sich bewusst, dass ‚Rafa’ und Sampras 14 gewonnen haben. Er ist sich bewusst, dass er nun an Laver und Borg und all den anderen vorbeizieht. Spricht er darüber jeden Tag? Absolut nicht. Aber ich denke, dass er ein Schüler des Spiels ist. Er möchte Teil der Allzeit-Größen sein, daher weiß er, wer gewonnen hat und wie oft.“

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20.06.2016, 13:00 Uhr