Roger Federer – 2019 ist das Ziel

Der Coach von Roger Federer erklärt den Plan seines Schützlings. Federer selbst will 2017 „so stark wie möglich zurückkommen“.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.08.2016, 20:32 Uhr

Roger Federer speaks during a Laver Cup media announcement at the St Regis Hotel on August 24, 2016 in New York City. (Photo by Alex Goodlett/Getty Images)

Die Absage von Roger Federer für den Rest des Jahres 2016– ein Schock für die Tenniswelt und seine Fans. Nachdem jedoch bereits dieser Tagedie ersten Fotos und Videos von Federer auf dem Court aufgetaucht sind, macht nun sein Coach Severin Lüthi den „Maestro“-Fans weltweit Hoffnung auf einen noch längeren Verbleib seines Schützlings in der aktiven Tennisszene.

„Er wird sicher in diesem Jahr kein Turnier mehr spielen. Das ist die beste Lösung“, sagte Lüthi im Gespräch mit der Sendung „Teleclub Sport“. „Klar, man könnte erzwingen, dass er noch zwei, drei Turniere spielt. Aber wenn man mittel- oder langfristig plant – auch wenn er 35 ist, will er dennoch zwei, drei Jahre spielen –, so ist das als einzige Lösung übrig geblieben. Wir haben es als logisch angesehen, zu sagen: Ein guter Aufbau ist jetzt das Wichtigste, damit er, wenn er zurückkommt, in einer Top-Verfassung ist.“

„Du brauchst eine Pause – und zwar sofort“

Auch Berufsoptimist Federer selbst schaut wieder hoffnungsfroh in die Zukunft, auch wenn er es nie für möglich gehalten habe, „dass ich mal ein solches Jahr erleben würde“.Im Rahmen der Vorstellung des Laver Cupsin New York am Mittwoch bezeichnete er seine Zwangs-Auszeit bis 2017 als „eine harte Entscheidung, um das mal milde auszudrücken. Andererseits war es eine einfache Entscheidung, weil die Gesundheit das Wichtigste ist. Ich sehe das nicht als Ende von etwas, sondern als Beginn, an dem ich nun arbeite.“

Nach seinem Ausrutscher im Wimbledon-Halbfinale gegen Milos Raonic habe er zwar keine Schmerzen gehabt, aber das Knie „hat sich einfach instabil angefühlt.“ Außerdem sei es geschwollen gewesen, „und wenn es geschwollen ist, kannst du nicht auf höchstem Level spielen.“ Ironischerweise hätten gerade die fehlenden Schmerzen die Gedankenspiele, wie es weitergehen sollte, verkompliziert. „Wenn ich zumindest Schmerzen gehabt hätte oder auf den Bilder zu sehen gewesen wäre, was genau das Problem ist, wäre es einfacher gewesen, eine Entscheidung zu treffen.“ Die Überlegung, zumindest entweder an den Olympischen Spielen oder den US Open teilzunehmen, habe es dennoch gegeben. Bei einem Treffen mit seinen Ärzten sei man jedoch einstimmig zu einer Entscheidung gekommen. „Alle haben gesagt: Du brauchst eine Pause. Jetzt.“

Federer: „Ich will superfit zurückkommen!“

Aktuell gehe es ihm jedoch gut und er trainiere so viel wie möglich, vor allem die Muskulatur des linken Oberschenkels, um bald im Gym loslegen zu können, sagte Federer. Zudem machte er unmissverständlich klar, dass er 2017 wieder voll angreifen wolle. „Ich will so stark wie möglich sein, wenn ich zum australischen Sommer und bei den Australian Open zurückkomme.“ Federers erster Auftritt zur neuen Saison wird bereits beim Hopman Cup erwartet, wo er dank des Gruppenformats mindestens in drei Einzeln (und drei Doppeln) sichere Matchpraxis sammeln kann.

Dass er aktuell in New York weile, ohne an den US Open teilzunehmen, sieht Federer mit gemischten Gefühlen. „Ich bin happy, in New York zu sein, aber in gewisser Weise tut es weh. Es war schon hart, bei den Olympischen Spielen zuzusehen. Ich wäre so gerne dort gewesen, hätte gerne die Schweiz repräsentiert und um eine Medaille mitgespielt. Aber wenn ich im Januar zurückkommen werde, will ich superfit sein!“

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Mittwoch
24.08.2016, 20:32 Uhr