ATP-Tour: Zarte Lebenszeichen der #NextGen

Wimbledon 2019 hat gezeigt: Eine Wachablöse ist längst nicht in Sicht. Bei den aktuellen kleineren Turnieren gab es für zwei #NextGen-Spieler immerhin ein Erfolgserlebnis.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 16.07.2019, 14:55 Uhr

Mikael Ymer müht sich gerade in Bastad
© Getty Images
Mikael Ymer müht sich gerade in Bastad

Darf man Stefanos Tsitsipas überhaupt noch in die Reihe der #NextGen-Spieler einordnen? Formal gibt es dazu ein klares „Ja“, spielerisch hat sich der Grieche mit seinem Halbfinal-Einzug bei den Australian Open aus dieser Gruppe allerdings weitestgehend emanzipiert. Was Tsitsipas nicht vor einer Erstrunden-Niederlage gegen Thomas Fabbiano in Wimbledon bewahrt hat. Dennoch: Das Ziel der aktuellen Nummer sechs der Welt lautet 2019 nicht mehr Mailand, sondern London. Und da stehen die Aussichten für Stefanos Tsitsipas ganz hervorragend.

Ein Mann, der dagegen sehr gerne beim #NextGen-Masters im November aufschlagen würde, ist Jannik Sinner. Auch weil der Südtiroler in Mailand Heimvorteil genießen würde. Sinner hat beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rom gegen Steve Johnson eine Talentprobe abgelegt, zuvor in Bergamo als erster Spieler des Jahrgangs 2001 und jünger ein ATP-Challenger-Turnier gewonnen.

Nur noch wenige Chancen für Mikael Ymer

Aktuell wird der 17-Jährige in der Jahreswertung der U-21-Spieler auf Position 15 geführt, in Umag versucht Sinner gerade, weitere Punkte zu sammeln. Der Auftakt ist mit einem Sieg gegen Pedro Sousa geglückt, in Runde zwei wartet mit Aljaz Bedene auch kein unüberwindlicher Gegner.

Höher im Norden versucht Mikael Ymer dagegen, den schwedischen Tennisfans endlich wieder eine Perspektive zu geben. Der Erstrunden-Erfolg gegen Alejandro Davidovich Fokina, übrigens auch einer aus der nächsten Generation, war immerhin schon mal 20 Punkte für die ATP-Weltrangliste wert. Der größere Test allerdings wird gegen Nicolas Jarry warten, der Chilene findet langsam wieder zur Vorjahresform zurück.

Ymer liegt im Race to Milan im Moment auf Position zehn, muss für eine Finalteilnahme aber mehr als 200 Punkte auf seine Vorderleute Corentin Moutet und Ugo Humbert aufholen. Und die Zeit drängt für den Schweden: Mikael Ymer ist bereits 20 Jahre alt, hat im Gegensatz zu Jannik Sinner also nur noch wenige Chancen für ein Gastspiel beim #NextGen-Finale.

Hier der aktuelle Stand im Race to Milan

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Dienstag
16.07.2019, 14:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 16.07.2019, 14:55 Uhr