Feliciano Lopez sieht sich in einer einzigartigen Generation

In Zukunft müssten sich die spanischen Tennisfans mit weniger Erfolgen begnügen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 21.11.2016, 00:00 Uhr

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 18: Marc Lopez of Spain (R) partner of Feliciano Lopez of Spain (L) in conversation during the men's doubles match against Rajeev Ram of the United States and Raven Klaasen of South Africa on day six of the ATP World Tour ...

Natürlich: Die spanische Absenz im Einzel-Wettbewerb bei den ATP World Tour Finals in London war zuallererst dem selbst gewählten frühen Saison-Ende von Rafael Nadalgeschuldet. Der 14-fache Grand-Slam-Champion hatte sich im "Race" einen Startplatz für die O2-Arena gesichert, und das, obwohl Nadal nach seiner glatten Zweisatz-Niederlage gegen Grigor Dimitrov in Peking, der ersten in seinen bisherigen Vergleichen mit dem Bulgaren, kein Match mehr bestritten hatte. Dennoch: Nachdem auch David Ferrer, immer ein verlässlicher Kandidat für patriotische Unterstützung Nadals, eine für seine Ansprüche durchwachsene Saison 2016 hingelegt hat, blieb Roberto Bautista Agut der einzige Spanier, der sich als Einzelspieler in London zeigen durfte. Allerdings in der Rolle des zweiten Ersatzmannes nach David Goffin.

Ein Zustand, der womöglich keine Momentaufnahme bleiben wird, wie Feliciano Lopez dieser Tage in London ausführte. Dieser hatte sich mit Namensvetter Marc für London qualifiziert, dabei immerhin einen Sieg gegen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut, die vermeintlichen Turnier-Favoriten, eingefahren. "Wir müssen akzeptieren, dass unser Tennis nicht auf ewig erfolgreich sein wird", erklärte Lopez. "Natürlich waren wir ein wenig verwöhnt. Die Leute bei uns haben gedacht, wir würden für immer da sein und alles gewinnen. Es war dasselbe mit Fußball und Basketball, wir haben in beinahe jedem Sport gewonnen. Aber das ist nicht normal." Es würde auch weiterhin große Spieler geben, aber eine Generation wie jene, der auch Feliciano Lopez angehört, würde nicht wiederkommen. "Wir haben den Davis Cup fünf Mal in zehn Jahren gewonnen. Das ist riesig."

von Jens Huiber

Montag
21.11.2016, 00:00 Uhr