Aus den Isar Open werden die Schwaben Open

Nach nur einem Jahr auf der Anlage des TC Großhesselohe wird das ATP-Challenger-Turnier nach Augsburg verlegt. Eine Terminkollision mit der Tennis-Bundesliga ist der Grund.

von Florian Heer
zuletzt bearbeitet: 06.04.2019, 08:10 Uhr

Maximilian Schnabel, Alessandra Trenkle und Turnierdirektor Dominik Schulz
© Florian Heer
Maximilian Schnabel, Alessandra Trenkle und Turnierdirektor Dominik Schulz

Als im August vergangenen Jahres die Finalspiele um den Sieg bei der Erstauflage der Isar Open ausgetragen wurden, feierten die Tennis-Cracks des TC Großhesselohe auf der gleichen Spielstätte den Aufstieg in die 1. Herren-Bundesliga. Zwei Ereignisse, die sich nur schwer miteinander verbinden ließen. „Dem Verein war die Bundesliga wichtiger als das Challenger-Event. Auch waren viele Gästefans nicht bereit Eintritt zu bezahlen, da sie am Challenger-Geschehen nicht interessiert waren,“ erläutert Turnierorganisatorin Alessandra Trenkle die Problematik.

Ein ähnliches Szenario stand für dieses Jahr zu befürchten, da es bei den Terminen wieder zu Überschneidungen kommen sollte. „Wir haben im Februar einen ersten Kontakt zum TC Augsburg hergestellt,“ gibt Trenkle als Folge an, was in Absprache mit dem TC Großhesselohe erfolgte.

Der Verein war gleich Feuer und Flamme für das Projekt. „Wir machen das mit euch,“ hieß es laut Trenkle aus Augsburg bereits nach kurzer Zeit. „Wir freuen uns riesig ab sofort Gastgeber der Schwaben Open sein zu dürfen! Vom 5. Bis 11. August laden wir euch alle zu Weltklasse-Tennis in Augsburg ein,“ heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins im Siebentischwald.

Der größte Tennisclub Augsburgs

„Es ist der größte Tennisclub Augsburgs mit 900 Mitgliedern,“ sagt Trenkle. Viele davon werden wohl auch in die nunmehr nur noch kurze Vorlaufzeit involviert sein, sowie während des Turniergeschehens im Sommer tatkräftige Unterstützung leisten. „Wir machen alles in Kooperation mit dem Verein, inklusive der Sponsorenakquise.“

Aufgrund der neuen Gegebenheiten wird das Preisgeld für die ersten Schwaben Open auch geringer ausfallen als im vergangenen Jahr in Oberbayern. War die Veranstaltung 2018 noch mit 127.000 Euro dotiert, werden es heuer lediglich 46.600 Euro sein. Das Sandplatzturnier wird somit zur ATP-Challenger-80-Kategorie zählen. Der Sieger wird Augsburg also mit 80 Weltranglistenpunkten im Gepäck verlassen.

Die Anlage ist bereits von der ATP begutachtet und als geeignet empfunden worden. „Es ist ein wunderschönes Gelände. 19 Außenplätze und ein Restaurant stehen zur Verfügung. Es wird auch wieder ein Turnier-Village geben,“ verspricht Trenkle, gleichzeitig auch Geschäftsführerin der veranstaltenden isarOne Gmbh.

„Am 15. April wird unsere neue Homepage online gehen. Ende des Monats gibt es dann den Startschuss zum Ticketverkauf,“ erklärt Trenkle die nun folgenden Schritte innerhalb der Turnierplanung. Auch für die Region heißt es auf zu neuen Ufern, wurden in den vergangenen Jahren im Umkreis der Schwabenmetropole lediglich ITF-Pro-Circuit-Turniere ausgetragen, die unterhalb der ATP-Challenger-Kategorie angesiedelt sind.

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von Florian Heer

Samstag
06.04.2019, 10:32 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.04.2019, 08:10 Uhr