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Australian Open: Rafael Nadal gegen Fabio Fognini - Erinnerungen an New York 2015

Fabio Fognini fordert im Achtelfinale der Australian Open 2021 Rafael Nadal. Der Spanier führt in der gegenseitigen Bilanz eindeutig. Und musste doch einmal Erstaunliches hinnehmen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.02.2021, 18:51 Uhr

Eine magische Nacht in New York City 2015: Fabio Fognini schlägt Rafael Nadal
© Getty Images
Eine magische Nacht in New York City 2015: Fabio Fognini schlägt Rafael Nadal

Kurze Zeitreise zurück in das Jahr 2015: Rafael Nadal bestreitet gegen Fabio Fognini ein Match der Night Session im Arthur Ashe Stadium, es ist spät, Nadal führt mit 6:3 und 6:4. Die Zuschauer machen sich schön langsam auf den Heimweg, hier würde schließlich nichts mehr anbrennen. Oder doch? Fognini gewinnt zunächst den dritten, dann den vierten Satz. Plötzlich liegt die Sensation in der Luft, alle Dagebliebenen werden mit einem Novum „belohnt“: Sie haben dem einzigen Grand-Slam-Match beigewohnt, bei dem Rafael Nadal eine 2:0-Satzführung aus der Hand gegeben hat.

Ganz so groß hätte die Überraschung darüber natürlich gar nicht ausfallen müssen: Fognini hatte in derselben Saison Nadal schon zweimal besiegt, allerdings in Best-of-Three-Matches in Rio de Janeiro und Barcelona. Die US Open 2015 waren bislang die letzte Gelegenheit, bei der sich die beiden Veteranen bei einem Grand-Slam-Turnier gegenüber gestanden haben. Am Montag ist es nun wieder so weit, diesmal im Achtelfinale der Australian Open 2021.

Nadal hat Rücken

Geht Rafael Nadal als Favorit in diese Partie? Natürlich. Er hat zwölf der bislang 16 Matches gegen Fognini gewonnen, so auch das allerletzte beim ATP-Masters-1000-Turnier in Montreal 2019. Schlägt man das große Tennislexikon unter dem Stichwort „Konstanz“ auf, findet sich dort neben dem Bild von Novak Djokovic jenes von Nadal. Es lohnt sich nicht, in dieser Kategorie nach Fabio Fognini zu suchen.

Der Italiener bringt allerdings etwas mit, mit dem die wenigsten Gegner Nadals aufwarten könnte: Unerschrockenheit. Fognini ist immer noch erstaunlich schnell unterwegs, die Operationen an beiden Sprunggelenken aus dem Corona-Sommer 2020 scheinen ihm gutgetan zu haben. Nimmt man etwa das Match gegen Alex de Minaur in Runde drei am Sonntag zum Maßstab. Mit Blick auf die Vorstellung Fogninis gegen Dennis Novak beim ATP Cup wären diesbezüglich ernste Zweifel anzumelden gewesen. Aber Fognini kann die Bälle extrem früh nehmen, so Nadal unter Druck setzen. Der wiederum hat dieser Tage ja Rücken, der Vortrag gegen Cameron Norrie hat dennoch gezeigt, dass Nadal immer noch dann am stärksten ist, wenn es eng wird.

Fognini gewinnt Marathon

Wieder etwas, das ihn von Fognini unterscheidet: Der zitterte sich nach einer eigentlich wunderbaren Leistung gegen Lokalmatador de Minaur gerade noch so über die Ziellinie. Erstaunlich auch insofern, als dass sich Fognini in der Runde davor mit seinem Landsmann Salvatore Caruso einen epischen Fünf-Satz-Kampf geliefert hat, der nach dem Matchball verbal noch fortgesetzt wurde.

Das allerdings mag auch der guten Stimmung auf den Rängen geschuldet gewesen sein: Als großer Gefühlsspieler lässt sich Fabio von den Fans gerne mitreißen. Rafael Nadal aber auch. Was am Montag keine Rolle spielen wird: Dann werden die Tribünen nämlich leer bleiben.

Hier das Einzel-Tableau bei den Männern

 

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von Jens Huiber

Sonntag
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zuletzt bearbeitet: 14.02.2021, 18:51 Uhr

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