Bernard Tomic und Nick Kyrgios: "Ich bin besser" - "Nein, ich bin besser"

Bernard Tomic will's wieder wissen - die Frage danach, ob er oder Nick Kyrgios der Bessere ist, scheint indes beide zu beschäftigen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 18.12.2021, 15:30 Uhr

Bernard Tomic, Nick Kyrgios
© Getty Images
Bernard Tomic, Nick Kyrgios

Wir hatten dieser Tage bereits über die Comebackansagen von Bernard Tomic gesprochen, und es ist, als ob Tomic uns erhört habe. Kurz darauf veröffentlichte er ein sensationelles Video, und würde man ihn nicht besser kennen, könnte man ihn hierauf glatt für den australischen Sly Stallone halten: Da steht er also, der gute alte Bernie, im Boxermantel, die Zähne gefletscht, bei ganz genauem Hinsehen sogar mit Ansätzen von Schweiß auf der Stirn./

"Ich bin zurück, echt! Ich bin hungrig und bereit. Niemand kann mich aufhalten, außer ich mich selbst", verkündet er, scheinbar geläutert von den Ausreißern der vergangenen Jahre. Die Kommentare, der Hass, all das habe ihm zugesetzt, erklärt Tomic, er habe aus Dummheit heraus gehandelt. Nun aber wolle er es wissen.

"Harte Arbeit zahlt sich aus", spricht der 29-Jährige weiter. "Ich habe diesem Sport mein Blut, meinen Schweiß und Tränen geopfert. Ich bin schon mal zurückgekommen, und ich kann es wieder tun. Ich habe noch eine Rechnung zu begleichen!"

Es ist schier großartig - und wenn man Bernie, aktuell nur noch die Nummer 259 der Welt, glauben möchte, sind es tatsächlich gute News. Denn nur wenige sind mit einer derart feinen Hand gesegnet wie der ehemalige Weltranglisten-17.

Tomic und Kyrgios: Wer ist besser?

Vielleicht noch... Nick Kyrgios. Der stand Tomic oft in wenig nach, wenngleich seine Aussetzer eher auf als abseits des Courts stattfanden. Nun scheint es, als ob sich die beiden Landsmänner gegenseitig anstacheln wollen. In einer Frage- und Antwortrunde nämlich wurde Tomic dann gefragt, ob denn er oder Kyrgios besser im Tennis sei. "Freilich ist Nick in guter Spieler, er gehört wohl zu den sechs, sieben besten Aufschlägern in der Welt. Ich habe ihn in Kooyong vor ein paar Jahren geschlagen, 6:3, 6:4. Da ich mit ihm trainiere, kann ich seinen Aufschlag gut lesen, daher tut mir sein Spielstil nicht sonderlich weh", philosophierte Tomic.

Eine konkretere Frage, ob er zu seiner Glanzzeit denn besser als Kyrgios gewesen sein, beantwortete Tomic dann mit einem Foto und der Unterschrift: "Ich bin es noch."

Kyrgios: Tomic hat keinen großen Spieler geschlagen

Kyrgios ließ das natürlich nicht auf sich sitzen. Kooyong sei nun mal ein Einladungsturnier gewesen, aber dass Tomic besser sei? "Ich habe mehr Titel gewonnen. Ich glaube nicht, dass er einen großen Spieler geschlagen hat, keinen Rafa, keinen Federer, keinen Djokovic. Zu behaupten, dass er besser ist, ist etwas weit hergeholt." Kyrgios schloss aber mit versöhnlichen Worten: "Wir wissen alle, zu was BT fähig ist und ich wünsche ihm nur das Beste. Ich bin kein neidischer Mensch, ich wünsche jedem Erfolg. Also BT, wir wissen, was du kannst und was für dich möglich ist. Zeig es uns."

Auch Tomic reagierte. "Danke an Nicky-boy für die netten Worte und die Aufmunterung", sagte er in einer neuen Insta-Story, er hoffe, sie beide könnten die Australier bei den Australian Open stolz. machen. Aber eine Sache wollte er dann doch nicht auf sich sitzen lassen: Kyrgios habe erklärt, er habe noch nie einen Topspieler geschlagen - das stimme nicht. Er habe Djokovic besiegt, die Grand-Slam-Sieger Wawrinka und Cilic, auch Hewitt und noch wichtiger: auch Kyrgios. Er würde liebend gerne für das 2:0 in der internen Bilanz sorgen, wann immer Kyrgios wolle. Auch Tomic aber fand einen schönen Abschluss: "Alle Witze beiseite: Ich wünsche NK alles Gute, viel Glück!"

Was bleibt? Natürlich die große Frage: Meint es Tomic ernst mit einem Comeback - und wie sieht es bei Kyrgios aus? Denn beide endlich austrainiert und auf der Höhe ihres Schaffens, es wäre ein Gewinn fürs Tennis. Ein erster Schritt scheint getan, auch im "Zwist" um den besseren der beiden. Denn sowohl Tomics als auch Kyrgios' Äußerungen klingen freundschaftlich und aufmunternd. Und so was war ja nicht immer der Fall.

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von Florian Goosmann

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