tennisnet.com ATP › Grand Slam › US Open

„Big Ben“ vor dem Coup? McEnroe sieht Shelton als US-Open-Sieger 2026

Seit Andy Roddick 2003 wartet die USA auf einen neuen männlichen Grand-Slam-Champion. Nun traut Ex-Profi Patrick McEnroe ausgerechnet Ben Shelton den großen Triumph in New York zu.

von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet: 24.08.2026, 09:05 Uhr

Kann Ben Shelton den US Open-Fluch der Amerikaner brechen?
© Getty Images
Kann Ben Shelton den US Open-Fluch der Amerikaner brechen?

Der aktuell Weltranglistensechste, Ben Shelton, kommt mit unerwartetem Rückenwind nach New York. Patrick McEnroe wagt eine steile Prognose. Er glaubt, der junge US-Amerikaner könnte heuer den Triumph nach über zwanzig Jahren wieder nach Hause bringen. McEnroe setzt bei seiner Prognose vor allem auf Sheltons bisherige Saisonbilanz. Der 23-Jährige hat 2026 bereits vier Titel gewonnen und zuletzt beim Canadian Open einen besonders starken Eindruck hinterlassen. „Er hatte den bestmöglichen Sommer“, sagte McEnroe der New York Post und verwies zugleich auf Sheltons enormes Entwicklungspotenzial.

Der Erfolg in Kanada steht allerdings in starkem Kontrast zu seinen Grand-Slam-Auftritten. In Melbourne erreichte Shelton noch das Viertelfinale, danach ging es in Paris nur bis in die zweite Runde und in Wimbledon war bereits zum Auftakt Schluss. Auch bei den US Open selbst wartet er seit seinem sensationellen Halbfinaleinzug 2023 auf einen ähnlichen Lauf: 2024 und 2025 scheiterte er jeweils in der dritten Runde.

Alcaraz und Sinner verändern die Rechnung

Eine wichtige Variable in McEnroes Rechnung ist die Ausgangslage der beiden dominierenden Spieler. Jannik Sinner fällt bei den US Open aus, gegen den Shelton zuletzt neunmal in Folge verloren hat. Damit verschwindet ausgerechnet jener Gegner aus dem Feld, gegen den der Amerikaner bislang besonders große Probleme hatte.

Carlos Alcaraz dagegen hat seit März kein Hartplatzmatch mehr bestritten und war zuletzt zudem von einer Handgelenksverletzung beeinträchtigt. McEnroe hält deshalb einen frühen Rückschlag des vierfachen Grand-Slam-Siegers für möglich – und sieht Shelton als einen Spieler, der Alcaraz mit seinem aggressiven Tennis auf Hardcourt durchaus Probleme bereiten könnte.

Die Chance auf den Durchbruch ist da

Sollte Shelton tatsächlich als Nummer acht und Alcaraz auf zwei gesetzt werden, könnten er und Alcaraz frühestens im Viertelfinale aufeinandertreffen. McEnroe glaubt, dass genau dort Sheltons Chance liegen könnte: „Wenn es jemals eine Gelegenheit gibt, dass Big Ben alles zusammenbringt, dann hier, an diesem Ort.“

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Sinner Jannik
Shelton Ben
Alcaraz Carlos

von Isabella Walser-Bürgler

Montag
24.08.2026, 11:51 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.08.2026, 09:05 Uhr

Verpasse keine News!
Aktiviere die Benachrichtigungen:
Sinner Jannik
Shelton Ben
Alcaraz Carlos