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Boris Becker: "Roger Federer kann noch immer Wimbledon gewinnen"

Boris Becker hat in seiner Kolumne in der Daily Mail seine Meinung zur Frage, wer von Federer, Nadal und Djokovic denn die besten Chancen auf die meisten Grand-Slam-Titel hat, kundgetan.

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 22.02.2021, 19:59 Uhr

Boris Becker traut Roger Federer noch einen weiteren Wimbledon-Titel zu
Boris Becker traut Roger Federer noch einen weiteren Wimbledon-Titel zu

Novak Djokovic hat mit seinem Finalerfolg bei den Australian Open vergangenen Sonntag nicht nur seine persönliche Trophäen-Statistik beim "Happy Slam" auf neun erhöht, der Weltranglistenerste hat auch den Abstand zu den beiden Führenden in der gesamten Grand-Slam-Titel-Statistik verkürzen können, liegt nun nur noch zwei Titel hinter Roger Federer und Rafael Nadal, die jeweils bislang 20 Major-Trophäen haben gewinnen können. 

Davon, dass der Serbe nun durchaus gute Chancen habe, die Lücke zu den beiden Platzhirsche gänzlich zu stießen, ist Boris Becker indes überzeugt, wie der Deutsche in seiner Kolumne in der Daily Mail konstatiert: "Der Kampf um die meisten Grand Slams zwischen den drei größten Spielern geht weiter. Jetzt ist er bis auf zwei an Roger Federer und Rafael Nadal herangerückt und der neunfache Australien-Champion ist drauf und dran, sie zu überholen." 

Federer in Wimbledon, Nadal in Paris

Vor allem das Jahr, das der Branchenprimus weniger auf den Buckel hat als Rafael Nadal, sei "signifikant", wie Becker betont. Dennoch sei es keineswegs aus der Welt, dass nicht Federer oder Nadal auch noch ihr Grand-Slam-Titel-Konto weiter aufstocken: "Ich bin der Meinung, dass Federer immer noch in der Lage ist, Wimbledon zu gewinnen und dass Nadal immer noch der Favorit für die French Open ist." 

Der Spanier ist noch vor Djokovic jener Mann, der ein Grand-Slam-Turnier so dominiert, wie es noch niemandem vor ihm gelungen war. Gleich zwölf Titel stehen dem Weltranglistenzweiten am Bois de Bolougne zu Buche, erst im Vorjahr hat der 34-Jährige mit seinem glatten Finalerfolg über Djokovic unterstrichen, dass er der Mann ist, den es in Paris zu schlagen gilt. 

Becker sieht Nadal "verwundbar"

Der beachtlichen Bilanz des Spaniers in Frankreich zum Trotz sieht Becker in seiner Kolumne nun aber einige Gewitterwolken aufziehen über der Dominanz des zwölffachen Champions in Roland Garros. "Es gab definitiv eine gewisse Verwundbarkeit bei Nadal, wenn wir an Paris denken. Seine Fünf-Satz-Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas wird noch einige Zeit brennen und könnte sogar ein Faktor bei den French Open sein", erklärt Becker. 

Er könne nun das erste Mal behaupten, dass er den Spanier im fünften Satz "wirklich müde" erlebt habe. "Er hat körperlich verloren - und die anderen werden das gesehen haben", schreibt Becker. Denn insbesondere in Hinblick auf den Spielstil des Weltranglistenzweiten sei dieser Fakt ein keineswegs zu unterschätzender, wie der Deutsche betont: "Der Stil des Spaniers ist so physisch, dass es einen Tribut fordern wird. Ich bin wirklich überrascht, dass er so lange auf diesem unglaublich hohen Niveau gespielt hat. Es wäre zwar töricht, gegen ihn für Paris zu wetten, aber wenn er einen Schritt langsamer wird, wird er nicht mehr derselbe Spieler sein." 

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von Michael Rothschädl

Montag
22.02.2021, 19:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.02.2021, 19:59 Uhr

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