Brooksby-Coach Gilbert: „Wir hatten einen genauen Plan gegen Djokovic“

Jenson Brooksby spielt heute (ab ca. 23 Uhr live bei Sky und in unserem Liveticker) gegen Alexander Zverev. Bei den US Open hat der junge Amerikaner schon einmal sein Potenzial gezeigt - gegen Novak Djokovic.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 10.10.2021, 18:34 Uhr

Novak Djokovic und Jenson Brooksby bei den US Open 2021
© Getty Images
Novak Djokovic und Jenson Brooksby bei den US Open 2021

Manchmal ist es im Tennissport wichtig zu erkennen, dass die produktive Zeit mit einem Coach zu ihrem Ende gekommen ist. Emma Raducanu hat das nach den US Open für sich erkannt, die Britin ist auf der Suche nach einem neuen permanenten Übungsleiter. Jenson Brooksby geht da einen anderen Ansatz. Der 20-jährige US-Amerikaner, der heute beim ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells gegen Alexander Zverev antritt (ab ca. 23 Uhr live bei Sky und in unserem Liveticker), vertraut seit dem Alter von sieben Jahren auf die Dienste von Joseph Gilbert.

Brooksby hat sich nach einer von Verletzungen durchsetzten Spielzeit 2020 unter die besten 100 Profis der Welt vorgearbeitet, mit einem sehr eigenen Stil, der viele Gegner vor gröbere Probleme stellt. Wie auch Novak Djokovic bei den US Open. Ein Grund dafür war auch, dass Coach Gilbert kaum einen anderen Spieler besser analysiert hat als den Weltranglisten-Ersten.

Federer, Nadal, Djokovic beobachtet

„Jenson weiß, wie sehr ich Djokovic liebe“, erklärte Gilbert in einem Interview mit der Website der ATP. „Für mich ist Djokovic, wenn schon nicht der Allerbeste aller Zeiten, so doch in den Top drei. Ich mag Djokovics Spielanlage sehr, seine Muster und seinen Stil. Ich habe viele Matches von ihm gesehen, und wir sind mit einem sehr genauen Plan rausgegangen.“ Sein Schützling sei schon zu Beginn am Limit gewesen, Djokovic erst im dritten Gang.“

„Als das Match in den zweiten Satz ging, hat Djokovic einen oder zwei Gänge hochgeschalten“, so Gilbert weiter. Tatsächlich gab es Mitte des Satzes ein Spiel, das beinahe eine halbe Stunde lang gedauert hat. „Danach war Jenson voll auf Anschlag. Und dann ist der Motor explodiert.“

Er habe während der letzten beiden Jahrzehnte hauptsächlich Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic beobachtet, Joseph Gilbert weiter. Jenson Brooksby würde aber niemals an die Athletik von Nadal oder die Leichtigkeit von Federer herankommen. Es sei also naheliegend, dass am ehesten Elemente aus dem Spiel von Djokovic übernommen werden könnten.

Neuer Plan gegen Zverev?

„Mir hat es gefallen, dass Jenson und Djokovic immer wieder Stoppbälle gespielt haben. Einer der Coaches, mit dem ich vor dem Match gesprochen habe, meinte: `Es wird viele Stoppbälle geben, weil beide sehr geschickt und gefühlvoll sind.“

Kurze Bälle könnten auch gegen Alexander Zverev ein gutes Rezept sein. Der Deutsche hat sich allerdings sowohl bei den US Open wie auch beim Laver Cup in Topform gezeigt. Coach Gilbert wird dagegen einen Plan entwickeln müssen.

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells

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