Caroline Wozniacki: "Ich möchte überall die Beste sein"

Die Dänin Caroline Wozniacki hat bei den Australian Open ihre Karriere beendet. In der Show "Wozniacki - to the last ball" beim dänischen Fernsehsender TV 2 spricht die 29-Jährige über ihre Karriere und ihre Einstellung. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 11.02.2020, 11:18 Uhr

Caroline Wozniacki hat bei den Australian Open das letzte Match ihrer Karriere bestritten - im dänischen Fernsehen blickt sie nun auf ihre Jahre im Profitennis zurück.
Caroline Wozniacki hat bei den Australian Open das letzte Match ihrer Karriere bestritten - im dänischen Fernsehen blickt sie nun auf ihre Jahre im Profitennis zurück.

Caroline Wozniacki hält, was sie verspricht. Im Dezember des Vorjahres gab die Dänin bekannt, nach den Australian Open ihre Karriere beenden zu wollen - und die 29-Jährige hielt Wort. Nach der bitteren Dreisatzniedrelage in der dritten Runde des ersten Grand Slam des Jahres war es dann soweit, Caroline Wozniacki verabschiedete sich unter Tränen in den Tennisruhestand. Dies zum Anlass nehmend widmete der dänische Fernsehsender TV 2 der Australian-Open-Siegerin von 2018 eine eigene Show: "Wozniacki - to the last ball"

Im Zuge dieser plauderte die 29-Jährige auch über ihre Karriere und ihre Einstellung: "Ich bin sehr stur. Ich glaube nicht, dass du im Tennis dorthin kommst, wohin ich gekommen bin, wenn du nicht stur bist. Ich will in allem, was ich tue, die Beste sein oder mein Bestes geben. Das gilt sowohl für die Schule, auf dem Tennisplatz als auch im Leben allgemein", erklärte Wozniacki. Auch zum Thema Gewinnen oder Verlieren hat die Dänin eine ganz eigene Ansicht: "Ich glaube, ich hasse es mehr, zu verlieren als ich es liebe, zu gewinnen. Wenn man das Verlieren so sehr hasst wie ich, dann trainiert man auch hart, um mehr zu gewinnen als zu verlieren. Ich glaube, es ist einfach der Wille einer Kämpferin, den ich habe." 

Tod der Großmutter schwieriger Moment 

Auch eine sehr schwierige Situation in ihrer Zeit als Profispielerin spricht die ehemalige Nummer eins der Welt an: Nämlich als ihre Großmutter verstarb, während sie in Wimbledon spielte. "Ich hatte ein enges Verhältnis zu meiner Großmutter und ich habe Einzel, Doppel und Mixed an diesem traurigen Tag gespielt", erinnert sich Wozniacki. Bevor ihre Großmutter starb, gab sie Wozniacki ein vierblättriges Kleeblatt, welches die Dänin über viele Jahre an ihrem Armband trug. "Es war eines der Dinge, die mir einen extra Schub gegeben haben, wenn ich einen brauchte", erzählte Wozniacki. 

Auf die Frage, was sie denn nach ihrem Rücktritt am meisten vermisse, meinte Wozniacki, es sei das Adrenalin: "Das Adrenalin, das man bekommt, wenn man ein Spiel oder einen fantastischen Punkt gewonnen hat. Die Sekunden unmittelbar danach werde ich vermissen, weil ich glaube, dass es schwierig sein wird, dieses Gefühl von etwas anderem zu bekommen, das ich im Leben machen werde." Trotzdem glaubt Wozniacki, die richtige Entscheidung getroffen zu haben: "Ich wollte etwas anderes machen, andere Dinge im Leben erreichen. Das Leben ist kurz, man muss die Dinge machen, die sich für einen richtig anfühlen", hatte die 29-Jährige im Vorfeld der Australian Open gemeint. 

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von Michael Rothschädl

Dienstag
11.02.2020, 11:49 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.02.2020, 11:18 Uhr

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