Comeback von Juan Martin del Potro: "... dann werde ich mich aus Liebe zum Tennis weiterhin selbst belügen"

Juan Martin del Potro kämpft weiterhin um sein Comeback. Zu rosig sieht es allerdings momentan nicht aus, wie er in einem Gespräch gegenüber der argentinischen Plattform von ESPN gestand.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 28.11.2020, 14:38 Uhr

Juan Martin del Potro ist im Moment trainerlos
© GEPA Pictures
Juan Martin del Potro

"Es ist schwer für mich, zurückzukehren", so del Potro, der vor Kurzem immerhin wieder beim Bälleschlagen gesichtet wurde. Nach seiner erneuten Knie-Operation. "Ich werde so lange kämpfen, wie ich das Gefühl habe, dass ich weitermachen will."/

Del Porto gilt als größer Verletzungspechvogel im Tennis. Der US-Open-Champ aus 2009 hat mehrere Operationen am rechten und linken Handgelenk hinter sich und war bereits mehrfach zurückgekehrt, 2016 nur mit einer halbherzigen Rückhand und einem mittelguten Slice. Aber der Argentinier kämpfte sich trotzdem noch mal zu Olympischem Silber, einem Finale bei den US Open und in die Top Ten. 2018 jedoch brach er sich die rechte Kniescheibe, seither reichte es nur für Kurz-Comebacks, zwei weitere Knie-Operationen folgten 2019 und 2020.

Seine selbst auferlegte Grenze zum Rücktritt? Habe er schon mehrfach überschritten, gestand del Potro. "Die hatte ich mir schon bei der dritten Handgelenks-Operation gesetzt. Glücklicherweise habe ich es nicht getan. Dann war es bei der zweiten und dritten Knie-OP. Jetzt habe ich die Olympischen Spiele zum Ziel", so der mittlerweile 32-Jährige. Sollte es hierfür mich reichen, "dann werde ich mich aus Liebe zum Tennis weiterhin selbst belügen, denn ich möchte auf dem Tennisplatz zurücktreten."

del Potro über Maradona: "Gibt niemanden, der die Menschen so zusammenbringen kann"

Sehr getroffen hat "Delpo" der Tod von Landsmann Diego Maradona. "Im Tennis muss man so ruhig wie möglich sein. Aber er hat eine Energie übertragen, die sonst niemand hatte", erinnerte er sich. Maradona war auch beim Davis-Cup-Finale zwischen Argentinien und Kroaten in 2016 mit dabei, "er war wichtiger als unsere Spiele." In diesen Tagen habe er Maradona auch regelmäßig privat getroffen, "beim Davis-Cup-Finale sah ich ihn jede Nacht alleine, ohne dass jemand davon wusste, 10 bis 15 Minuten vor dem Schlafengehen." Maradona habe ihm nach dem Sieg eine nette Nachricht geschrieben - und er ihm im Gegenzug seinen Schläger geschenkt.

Diejenigen, die Maradona erlebt hätten, würden ihn immer bei sich behalten. Und offenbar hatte Maradona auch die Ehre, in den Genuss der berühmten del-Potro-Umarmungen zu kommen. "Diego reichte mir ja gerade mal bis zur Brust, und jedesmal, wenn ich ihn sah, nahm ich ihn in meine Arme und er sagte nichts zu mir." Die Beerdigung sei entsprechend hart gewesen, er habe keine Zeit bekommen, sich von ihm zu verabschieden. "Ich glaube nicht, dass es noch jemanden gibt, der die Menschen so sehr zusammenbringen kann", so Delpo.  

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zuletzt bearbeitet: 28.11.2020, 14:38 Uhr

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