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Corona-Lockdown: Tennisspielen soll möglich bleiben - Einschränkungen drohen

Nach dem Quasi-Lockdown in Deutschland stehen auch dem Tennissport wieder Einschränkungen bevor. Auch in Österreich ist mit einer ähnlichen Situation zu rechnen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 30.10.2020, 13:06 Uhr

Auch die Tennisspieler müssen wieder mit Einschränkungen rechnen
© GEPA Pictures
Auch die Tennisspieler müssen wieder mit Einschränkungen rechnen

Deutschland will die steigenden Corona-Zahlen mit strengen Kontaktbeschränkungen in den Griff bekommen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch bekanntgab, werden ab Montag Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und viele Dienstleistungsunternehmen bis Ende November geschlossen. Doch was bedeutet das für den Tennissport?

„Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören unter anderem Theater, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Bordelle, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen, der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen - mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand", heißt es in der Textpassage zur Freitzeitgestaltung.

Hoffnung für deutsche Tennisspieler

Demnach besteht zumindest Hoffnung, dass Tennisspieler weiterhin ihrem Hobby nachgehen dürfen. Doch wie auch schon im Frühjahr werden die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. "Die einzelnen Bundesländer werden nun anhand des Beschlusses der Bundesregierung Verfügungen ausarbeiten und kommunizieren. In diesen Verfügungen wird klargestellt, ob und wie Sport im November betrieben werden kann. Dort wird es dann auch Vorgaben für den Tennissport geben", heißt es vonseiten des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

Klar ist laut DTB, dass das Tennisspielen wieder nur eingeschränkt möglich sein wird: "Nichtdestotrotz geht der DTB davon aus, dass das Ausüben des Tennissports als Individualsportart nicht vollends eingestellt werden muss. Vielmehr sollte ein Spiel zu zweit oder ein Doppel mit vier Personen aus maximal zwei Haushalten weiterhin möglich sein."

Unsicher ist hingegen noch, wie es mit den Medenspielen weitergehen wird. "Eventuelle Regelungen zum Punktspielbetrieb in der Halle werden nach Bekanntgabe der jeweiligen Länderverfügung in den Landesverbänden thematisiert. Dabei sind unterschiedliche Regelungen der Landesverbände nicht auszuschließen", so der DTB. In Bayern wurde der Amateur- und Breitensport laut Kabinettsbeschluss bereits eingestellt. Und auch in Nordrhein-Westfalen ist Freitzeit- und Amateurbetrieb "außerhalb geschlossener Räumlichkeiten" nicht zulässig.

Österreicher warten auf weitere Maßnahmen

In Österreich wurde unterdessen bislang auf eine weitere einschneidende Verschärfung der Corona-Maßnahmen verzichtet. Für Samstag, den 31. Oktober, ist aber eine Pressekonferenz der Regierung angekündigt, bei der dem Vernehmen nach ebenfalls ein "Lockdown light" verhängt werden könnte.

Sollte es zu weiteren Kontaktbeschränkungen kommen, könnte dem Tennissport in Österreich das vorübergehende Aus drohen. Derzeit ist allerdings noch nicht klar, wie weitreichend die Maßnahmen im Sport sein werden.

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zuletzt bearbeitet: 30.10.2020, 13:06 Uhr