Daniil Medvedev: Brisbane - warum denn nicht?
Daniil Medvedev könnte gleich in Brisbane mit einem Titel in die Saison 2026 einsteigen. Die Vorzeichen dafür sind prächtig.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
09.01.2026, 06:09 Uhr

Im vergangenen Jahr ist Daniil Medvedev sehr spät und rechtschaffen unmotiviert nach Australien gekommen. Der Russe hatte sich gerade erst über die Geburt seiner zweiten Tochter gefreut, die Vorbereitung war dementsprechend mau, Medvedev spielte lediglich bei den Australian Open, wo er in der zweiten Runde gegen Learner Tien verlor.
Die folgenden Monate liefen auch nicht gerade prickelnd, hier und da blitzte die alte Klasse auf. Erst der Wechsel zu Thomas Johansson schien die ehemalige Nummer eins der Welt wieder in die Spur zu bringen. Die Folge war der erste Titel seit Rom 2023 - nämlich spät in der Saison in Almaty. Kein grandios besetztes Turnier. Aber Meddy nahm, was er kriegen konnte.
Medvedev mit starkem Auftritt gegen Tiafoe
2026 sieht das schon anders aus. Zum einen, weil Medvedev offenbar tatsächlich noch einmal angreifen möchte. Und weil sich das Tableau in einer Art und Weise geöffnet hat, wie man es sich eigentlich gar nicht besser wünschen könnte: Denn Daniil Medvedev, die Nummer eins des 250er-Events, ist der letzte verbliebene Gesetzte im Viertelfinale. Dort trifft er morgen auf Lucky Loser Kamil Majchrzak, danach ginge es in der Vorschlussrunde entweder gegen Sebastian Korda oder Alex Michelsen. Starke Spieler allesamt - aber gegen einen Medvedev in der Form der letzten Wochen dann doch Außenseiter. Gerade auch in Hinsicht auf den Auftritt von Medvedev gege Frances Tiafoe.
Dazu kommt: Bekanntlich hat Daniil Medvedev all seine 21 Titel auf der ATP-Tour an verschiedenen Orten geholt. Und keinen davon in Brisbane: So gesehen stehen alle Ampeln auf Grün! Einmal war der mittlerweile 29-Jährige in Australien übrigens schon erfolgreich: 2018 holte Medvedev in Sydney seinen ersten Turniersieg überhaupt.
Hier das Einzel-Tableau in Brisbane
