Das kanadische Hauen und Stechen um den US-Open-Mixed-Platz
Sechs prominente Paarungen erhalten über ihr kombiniertes Einzel-Ranking einen Startplatz im Mixed-Wettbewerb der US Open. Da am kommenden Montag die Deadline angesetzt ist, wird bei den beiden noch ausstehenden Turnieren in Kanada für den letzten Direktplatz beinahe noch der Rechenschieber benötigt.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
12.08.2026, 15:49 Uhr

Das Mixed-Feld für die kommenden US Open nimmt immer mehr Gestalt an und die Tennis-Community wird am Montag diesbezüglich wieder etwas schlauer sein. Sechs Startplätze im 16er-Feld werden direkt an die Paarungen mit den am niedrigsten kombinierten Einzel-Rankings der beiden Spieler vergeben. Dazu kommen noch acht Wildcards, welche durch die USTA vergeben werden. Die letzten beiden Spots werden in einer Qualifikation aus acht Teams ausgespielt.
Fünf Paarungen können aktuell schon fix mit dem Mixed-Start im Big Apple planen. So sind bereits Sabalenka/Djokovic, Rybakina/Fritz, Shnaider/Medvedev und Bencic/Cobolli und Anisimova/Tien beim letzten Major in New York gesetzt. Bezüglich dem letzten Direktplatz gibt es, abhängig von den beiden Turnieren in Kanada, aktuell noch vier Optionen.
Die Geschicke selbst in der Hand hat als einzige Spielerin die Polin Iga Swiatek. Sollte sie das Turnier in Toronto gewinnen, würde sie sich den letzten Direkt-Spot an der Seite des Norwegers Casper Ruud sichern. Ohne eigenes Zutun würde sich die Paarung Muchova/Mensik qualifizieren, sollte Elena Rybakina oder Coco Gauff die Siegestrophäe in Toronto einfahren.
Ebenfalls auf Fremdhilfe müssen die letzten beiden Options-Teams hoffen. So würden Alexandra Eala und Felix Auger-Aliassime zum Zuge kommen, falls Elina Svitolina in Toronto und gleichzeitig Brandon Nakashima in Montreal triumphieren sollte. Ein anderes Prozedere würde sich darstellen, falls die Ukrainerin triumphieren sollte, der US-Amerikaner aber den Titel verpasst. In diesem Fall würde das russische Duo Mirra Andreeva/Andrej Rublev nachrücken.
So viel Mathematik und Spannung die Ermittlung des letzten Direktplatzes auch liefert, umso undurchsichtiger wird es bei den weiteren acht Plätzen. Dort dürfte sich die USTA nicht transparent in die Karten schauen lassen, wer und warum bei den Wildcards den Zuschlag erhalten wird.
