Das Tennisjahr 2020 von … Cori Gauff

Cori Gauff hat 2019 in Linz ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour gewonnen. In der gerade abgelaufenen Saison hat sie noch einmal einen Sprung nach vorne gemacht.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.12.2020, 20:59 Uhr

Cori Gauff hat es unter die Top 50 geschafft
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Cori Gauff hat es unter die Top 50 geschafft

Dass Cori Gauff ein wesentlicher Bestandteil der Zukunft der WTA sein wird, lässt sich im Zuge der re-Branding Kampagne der Frauen-Tour leicht erkennen. Dort sind mit Ashleigh Barty die Nummer eins der Welt, mit Naomi Osaka die vermutlich augenblicklich beste Spielerin und mit Timea Babos und Kristina Mladenovic ein Doppel prominent ausgestellt, das in den letzten Jahren die größten Erfolge gefeiert hat. Und Cori Gauff. Und das, obwohl die immer noch erst 16-jährige US-Amerikanerin auf Position 48 der WTA-Charts überwintert.

Wer das Potenzial von Gauff erahnen möchte, muss aber nur auf die Australian Open 2020 blicken: In Runde eins besiegte die Teenagerin (wie schon in Wimbledon 2019) Altmeisterin Venus Williams, danach war auch Sorana Cirstea kein Fallobst, bis in Runde drei die große Nagelprobe kam. Die Gauff mit 6:3 und 6:4 gegen Titelverteidigerin Osaka brillant bestand. Das Aus in Melbourne kam im Achtelfinale gegen die spätere Siegerin Sofia Kenin.

Gauff ohne Losglück

Nach dem Re-Start der Tour legte Cori Gauff gleich einmal ein Halbfinale in Lexington auf (Niederlage gegen Jennifer Brady), und hatte im Anschluss Pech mit der Auslosung: In Cincinnati/New York musste sie gleich in Runde eins gegen Maria Sakkari ran, bei den US Open gegen Anastasija Sevastova, die die Teenagerin mit ihrem variantenreichen Spielansatz vor zu große Probleme stellte.

Auf Asche stellte sich Gauff in Rom und Roland Garros der Konkurrenz. Die Pleite gegen Garbine Muguruza in der Ewigen Stadt war dann nicht halb so ärgerlich wie jene gegen Martina Trevisan in der zweiten Runde der French Open. Die italienische Qualifikantin musste in diesem Match nicht wahnsinnig aktiv werden, Gauff schenkte ihrer Gegnerin einen Fehler ohne Not nach dem anderen.

Zum Saisonabschluss war Gauff in Ostrava nach überstandener Qualifikation auf Viertelfinal-Kurs, gab gegen die spätere Turniersiegerin Aryna Sabalenka aber eine hohe Führung im dritten Satz aus der Hand.

Statistisch gut geschlagen hat sich Cori Gauff bei Breakbällen für sich: Die Verwandlungsquote lag bei 53,3 Prozent. Als Aufschlägerin hat sie noch Luft nach oben: Trotz ihres sehr guten Services hat Gauff nur 68,8 Prozent der Punkte nach erstem Aufschlag gewonnen. Und so blieb es bei zwölf Siegen in 20 Auftritten. Und die waren 509,862.- US Dollar an Preisgeld wert.

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