Antoine Bellier – die nächste Schweizer Hoffnung?

Der 19-jährige Genfer sichert der Schweiz ein weiteres Jahr in der Weltgruppe.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 19.09.2016, 10:53 Uhr

LILLE, FRANCE - NOVEMBER 23: Roger Federer of Switzerland, Stanislas Wawrinka of Switzerland , Marco Chiudinelli of Switzerland, Michael Lammer of Switzerland and Captain Severin Luthi of Switzerland celebrate winning the Davis Cup against France du...

Um den Schweizer Tennissport muss man sich grundsätzlich keine Sorgen machen: Die Erfolge der Eidgenossen seit den (Einzel-)Zeiten vonMartina Hingisüber den großen Run vonRoger Federerbis hin zur augenblicklichen Brillanz vonStan Wawrinkalassen die allermeisten Nationen vor Neid erblassen. Und auch um den Nachwuchs ist es gut bestellt,Belinda Bencichat sich auf der WTA-Tour trotz gerade 2016 anhaltender Verletzungssorgen bestens etabliert, für ein paar Wochen sogar Höhenluft unter den Top Ten geschnuppert.

Mit Rebeka Masarova steht die nächste potenzielle Spitzenspielerin in den Startlöchern, die gerade erst 17 Jahre alt gewordene Juniorinnen-Siegerin der diesjährigen French Open hat bei ihrem ersten Antreten auf der WTA-Tour in Gstaad auf Anhieb das Halbfinale erreicht. Zwei Jahre älter als Masarowa istAntoine Bellier, der am Wochenende dafür gesorgt hat,dass die eidgenössischen, aber auch die internationalen Tennisfans von einem letzten Jahr mit Federer und Wawrinka in der Davis-Cup-Weltgruppe träumen dürfen.

Aufschlagriese mit starker Rückhand

Bellier, 1,96 Meter groß, der in Genf ab und zu mit Spitzenspielern wieGael Monfilsoder Jo-Wilfried Tsonga trainiert, besiegte im Entscheidungsmatch der Relegationspartie in Usbekistan den 18-jährigen Jurabek Karimov, einen Debütanten, der wie sein Gegner davor noch niemals über vier Sätze gehen musste. Die Schweiz bleibt nach dem 3:2 in der Weltgruppe, ob auch kurzfristig mit Bellier, wird sich weisen. Sein Auftaktspiel hatte der Youngster gegen Denis Istomin am Freitag noch verloren.

„Bellier, der im Oktober 20 wird, verfügt über ein modernes, offensives Tennis und Anlagen, die sein Ziel realistisch erscheinen lassen, in zwei, drei Jahren die Top 30 zu erreichen.“ Das schreibt jener Mann im Schweizer „Tagesanzeiger“, der sich im eidgenössischen Tennis so  gut auskennt wie kaum ein anderer: René Stauffer, langjähriger Wegbegleiter der großen Schweizer Artisten. Vor allem der Aufschlag und die einhändige Rückhand des Linkshänders seien jetzt schon Waffen für Bellier. Zumindest letzteres verbindet den Schweizer mit einem anderen Junior, der schon erste Duftmarken auf der Tour und am vergangenen Wochenende auch im Davis Cup gesetzt hat: dem Kanadier Denis Shapovalov.

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Montag
19.09.2016, 10:53 Uhr