Davis Cup: Das Doppel und die eigenen Gesetze

Österreich und Deutschland haben die Zwischenrunde im Davis Cup 2026 erreicht, beide Teams werden ein Heimspiel bestreiten. Die Doppelpartien am Samstag sind indes anders verlaufen als erwartet.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 07.02.2026, 22:09 Uhr

Alexander Erler und Lucas Miedler am Samstag in Tokio
© Getty Images
Alexander Erler und Lucas Miedler am Samstag in Tokio

Nein, natürlich haben sich Kevin Krawietz und Tim Pütz nach 19 gespielten Minuten am Samstag in Düsseldorf nicht gedacht, dass sie es jetzt etwas lockerer angehen sollten, damit das Publikum für sein Eintrittsgeld ein bisschen mehr Tennis zu sehen bekommt. 27 Punkte waren bis dahin gespielt, nur drei davon waren an das peruanische Doppel gegangen.  

Aber irgendwie fingen sich Ignacio Buse und sein Partner Arklon Del Pino dann quasi von einer Sekunde auf die nächste, machten aus einer Lehrstunde durch die deutschen Davis-Cup-Routiniers ein enges Match, das KraPütz gerade mal so noch über die Ziellinie retteten. 

Deutschland gegen Kroatien, Österreich wohl gegen Belgien

Noch ärger haben es Alexander Erler und Lucas Miedler erwischt. Die beiden Österreicher, die auf der ATP-Tour im Gegensatz zu Kraiwetz und Pütz schon länger nicht mehr miteinander an den Start gehen, verloren gegen das unbescholtene japanische Duo Yosuke Watanuki und Takeru Yuzuki in drei Sätzen. Wurden danach aber von Lukas Neumayer und Jurij Rodionov gerettet.  

Aber gerade im Doppel hat der Davis Cup wohl seine ganz eigenen Gesetze. Gerade, wenn renommierte Paare auf Gegner treffen, die  es eher unkonventionell anlegen. 

Die gute Nachricht für Krawietz/Pütz und Erler/Miedler: In den Matches im September, in denen es dann um die Qualifikation für das Finalturnier geht, dürften sie auf alte Bekannte treffen. Deutschland kennt die Kontrahenten ja schon, es geht zuhause gegen Kroatien und damit wohl Nikola Mektic und Mate Pavic. Die Österreicher können sich schon ein bisschen auf Belgien einstellen. Und damit aller Voraussicht nach auf Sander Gille und Joran Vliegen.
 

von Jens Huiber

Sonntag
08.02.2026, 07:58 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.02.2026, 22:09 Uhr