Davis Cup: Die Woche der großen Abwesenden

Bei der Davis-Cup-Finalrunde 2022, die ab dem morgigen Dienstag im spanischen Málaga ausgetragen wird, fehlen einige der größten Namen. das eröffnet Chancen für fast alle Nationen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 21.11.2022, 08:30 Uhr

Borna Coric tritt für Kroatien an
© Getty Images
Borna Coric tritt für Kroatien an

Die ATP Finals 2022 haben vor allem eines gezeigt: Hätte sich Serbien für die Davis-Cup-Finalrunde in Málaga qualifiziert, man hätte davon ausgehen müssen, dass Novak Djokovic sein Einzel gewinnt. So war es ja auch im vergangenen Jahr, wo sich die Spielkameraden von Djokovic allerdings nicht mit Ruhm bekleckert haben. Und Serbien mit Ach und Krach überhaupt erst nach Madrid kam, wo dann aber gegen Kroatien Schluss war.

2022 sind die Karten neu gemischt worden. Denn Djokovic hat auch die Teilnahme an der Zwischenrunde in Valencia verzichtet, sein Nationalteam hat daraufhin das Viertelfinale nicht verpasst. Der aktuell beste Spieler der Welt wird also in dieser Woche fehlen.

Dasselbe gilt für den nominell besten: Carlos Alcaraz, der als Nummer eins der ATP-Charts überwintern wird, hat seine Saison aufgrund einer Bauchmuskelverletzung schon beendet. Nachdem Rafael Nadal ohnehin nie zur Debatte stand, fehlen den Spaniern zwei Top-Ten-Spieler beim Heimauftritt.

Jeder kann jeden ärgern

Apropos: Aus der Bel Etage werden auch Stefanos Tsitsipas, Hubert Hurkacz und Casper Ruud mangels kompetenter Mitstreiter, Daniil Medvedev und Andrey Rublev aufgrund der politischen Situation fehlen. Aus den Top Ten also dabei: Taylor Fritz und Félix Auger-Aliassime. Und für Fritz und seine amerikanische Kollegen tun sich nach den Absagen von Matteo Berrettini und Jannik Sinner richtig feine Perspektiven gegen Italien auf.

Die Favoritenlage insgesamt? Unklar. Die Niederländer können die Australier ebenso ärgern wie die Deutschen die Kanadier. Vielleicht läuft es auch wieder auf die Kroaten hinaus, wo ein sehr motivierter Borna Coric nach Málaga kommen wird. Und mit Mate Pavic und Nikola Mektic ein Doppel an den Start bringt, das in Turin nur knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist. Allerdings spielt Kroatien gleich gegen Gastgeber Spanien. Ein Sieg von Cilic und Co. würde die Stimmung gleich mal ordentlich dämpfen.

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von Jens Huiber

Montag
21.11.2022, 11:42 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.11.2022, 08:30 Uhr