Davis Cup: Jürgen Melzer nominiert vorerst ein Quartett

Am 18./19. September geht es für Österreichs Davis-Cup-Team beim WAC in Wien gegen Belgien um den neuerlichen Sprung zum Finalturnier der besten acht Nationen.

von PM
zuletzt bearbeitet: 17.08.2026, 16:12 Uhr

Die Katze ist aus dem Sack! Nachdem ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer im Juli noch ein erweitertes Aufgebot präsentiert hatte, steht nun fürs Erste das KURIER Austria Davis Cup Team für den Davis-Cup-Showdown gegen Belgien am 18./19. September im Wiener Athletiksport Club (WAC) in Wien. Der achtköpfige Kandidatenkreis wurde mit der heutigen Nominierungsfrist für die Teambekanntgabe halbiert: Auf Seiten Österreichs wurden Jurij Rodionov (ATP 134), erstmals Joel Schwärzler (ATP 150), Lukas Neumayer (ATP 171) und Doppelkaliber Lucas Miedler (ATP-Doppel 26) in den vorläufigen Kader aufgenommen. Melzer vertraut hiermit zumindest auf drei jener fünf Mann, die mit einem 3:2-Sieg in Japan vom Februar die Tür zur neuerlichen Qualifikation für die Davis Cup Final 8 in Bologna (24. bis 29. November) weit aufgestoßen hatten. Seine endgültige Entscheidung – so auch jene über den freien fünften Platz im heimischen Nationalteam – möchte Melzer jedoch erst nach den US Open in New York fällen.

Während Miedler bereits seit Jahren zur erweiterten Doppelweltspitze zählt, weiß Melzer in seiner Mannschaft ein Trio an Einzelspielern, das heuer zusammen immerhin auf acht ATP-Challenger-Finalteilnahmen kommt: Schwärzler (zwei Titel) und Rodionov auf je drei, Neumayer auf zwei (beide Endspiele gewonnen). Doch drei bekannte Namen scheinen in der schlagkräftigen ÖTV-Truppe erst mal nicht auf: Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner (ATP 127), der nach seiner Ruptur der Plantarfaszie in der rechten Fußsohle vorm Comeback stehende Filip Misolic (ATP 476) und Doppelprofi Alexander Erler (ATP-Doppel 38). Im Falle Ofners dürfte es auch dabei bleiben: „Sebastian hat mir in einem Gespräch mitgeteilt, dass er sich wegen seiner Fersenproblematik nicht zu 100 Prozent fit fühlt“, verriet Melzer. Zwar werde der Steirer in der Davis-Cup-Woche wahrscheinlich sogar ein Turnier bestreiten, „aber wir sind beide einer Meinung, dass er im Davis Cup gegen solch eine Nation nicht antreten sollte, wenn er sich nicht ganz fit und wohl fühlt.“ Bei Misolic und Erler will Melzer jeweils noch deren Auftritte nach Verletzungspausen abwarten. Der Steirer und der Tiroler kommen ebenso für den fünften Kaderplatz in Frage wie auch Neil Oberleitner (ATP-Doppel 43), der sich durch starke Leistungen bis unter die Top 40 in der Doppelweltrangliste und in die Auslage gespielt hat.

Belgien nominiert 3 ATP-Top-40-Einzelspieler

Die Gäste aus Belgien können indes drei ATP-Top-40-Spieler vorweisen und nominierten mit Alexander Blockx (ATP 32), Zizou Bergs (ATP 33) und Raphael Collignon (ATP 38) ihre drei stärksten Einzelmänner. Dazu kommen die auch bestens aufeinander eingespielten Ex-Doppelpartner Sander Gille (ATP-Doppel 60) und Joran Vliegen (ATP-Doppel 219). Und so wundert es auch nicht, dass Melzer sein Team weiterhin in der Außenseiterrolle sieht. „Aber wir glauben trotzdem an unsere Chance und hoffen, dass wir mit dem Publikum im Rücken die Überraschung schaffen“, so Melzer. ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda bekräftigte dazu: „Unser KURIER Austria Davis Cup Team wird beim WAC einen Hexenkessel und die maximale Unterstützung der Fans brauchen.“

von PM

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17.08.2026, 16:12 Uhr