Davis Cup: Joel Schwärzler bringt sich selbst ins Spiel
Mit seinem Sieg beim ATP-Challenger-Turnier in Grodzisk Mazowiecki hat sich Joel Schwärzler auch für einen Start beim Davis Cup gegen Belgien in Stellung gebracht.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
10.08.2026, 09:10 Uhr

Jürgen Melzer wollte sich vor wenigen Tagen bei den Generali Open in Kitzbühel noch nicht in die Karten blicken lassen. Der österreichische Davis-Cup-Kapitän bestätigte lediglich die Favoritenrolle der belgischen Gäste, die Mitte September mit drei Top-50-Spielern (Alexander Blockx, Zizou Bergs und Raphael Collignon) nach Wien kommen werden. Wer für Österreich spielen wird, das wollte (oder konnte) Melzer noch nicht verraten.
Ganz fix scheint lediglich einer zu sein: Doppel-Ass Lucas Miedler, der mit seinem neuen Partner Marc Polmans ja die Turniere in Gstaad und Kitzbühel gewinnen konnte. Aber mit wem Miedler spielen wird, ist offen: Alex Erler musst zuletzt ja pausieren, eine Alternative wäre Neil Oberleitner.
Melzer hat für das Einzel viele Optionen
Im Einzel hat Jürgen Melzer dagegen die Qual der Wahl. Und die ist mit dem gestrigen Erfolg von Joel Schwärzler beim Challenger in Grodzisk Mazowiecki nicht kleiner geworden. Denn Schwärzler verbesserte sich auf Position 149 der ATP-Live-Ranking, ist in der Gruppe mit Sebastian Ofner, Jurij Rodionov und Lukas Neumayer mitten drin. Und da ist ja auch noch Filip Misolic, der in zuletzt mit Novak Djokovic trainieren konnte und bei den US Open wieder einsteigt.
Das sind also die Optionen für Jürgen Melzer, der Joel Schwärzler aus den gemeinsamen Tagen ebenso gut kennt wie Lukas Neumayer, mit dem der ehemalige Top-Ten-Mann im Einzel und Doppel derzeit oft unterwegs ist. Und der im Davis Cup schon gezeigt hat, wozu er in der Lage ist. Ob Joel Schwärzler dazu in Wien die Gelegenheit bekommt, wird spannend zu beobachten sein. Zumal ja auch Sand gespielt wird - und der Sieg von Schwärzler am Sonntag in Polen auf Hartplatz zustande kam.
