Österreich – Belgien: Davis Cup nach 18 Jahren wieder zurück in Wien
Das KURIER Austria Davis Cup Team will sich am WAC erneut fürs Finalturnier qualifizieren.
von PM
zuletzt bearbeitet:
30.04.2026, 17:11 Uhr

Wien wird in diesem Jahr zur absoluten Tennishochburg im Land. Nicht nur wie gewohnt wegen dem ATP-500-Turnier Erste Bank Open (24.10.–1.11.), sondern heuer auch wegen einer zweiten Veranstaltung mit enormer, weltweiter Strahlkraft – dem Davis Cup. Denn das KURIER Austria Davis Cup Team wird am 18. und 19. September 2026 das Heimspiel gegen Belgien in der zweiten und letzten Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Final 8 in Bologna (24.–29.11.) im Wiener Athletiksport Club (WAC) austragen. Das wurde bei einer Pressekonferenz am WAC am Donnerstagvormittag offiziell bekanntgegeben.
Dabei geht es für die Mannschaft von ÖTV-Sportdirektor und Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer nach dem 3:2-Auftakterfolg in Japan im Februar darum, sich sensationell zum zweiten Mal in Folge fürs Finalturnier der besten acht Nationen der Welt zu qualifizieren. Die e|motion group, unter anderem schon seit 2009 erfolgreich Ausrichter der Erste Bank Open, wird dabei als Co-Veranstalter neben dem Österreichischen Tennisverband agieren.
Der WAC ist mit 22 Courts und ca. 1800 Mitgliedern (inklusive Hockeysektion) jeweils der größte Tennisclub Österreichs und wird ein erstes Mal in seiner Vereinsgeschichte einen Davis-Cup-Länderkampf beheimaten. Beim im Jahr 1896 gegründeten Traditionsclub im 2. Wiener Gemeindebezirk soll für die Begegnung gegen Belgien auf dem Fußballfeld ein Sandplatz errichtet werden. Auf den umliegenden Publikumsrängen sollen gesamt 5000 Zuschauer:innen Platz finden.
Mit dieser Entscheidung für den WAC kehrt der Davis Cup nach 18 Jahren also wieder nach Wien zurück. Denn im Februar 2008 war das bis dato letzte Mal ein Länderkampf in der Bundeshauptstadt über die Bühne gegangen. Damals hatte sich Melzer mit seinen Mannschaftskameraden noch als aktiver Spieler im Ferry-Dusika-Hallenstadion der US-Tennisgroßmacht mit den Topstars Andy Roddick, James Blake und dem Zwillingsbrüder-Paradedoppel Bob und Mike Bryan entgegengestellt – letztlich beim 1:4 ohne Erfolg.
Hacker: „Es war hoch an der Zeit“
Dass gegen Belgien nunmehr abermals in Wien-Leopoldstadt aufgeschlagen wird, stößt bei allen Beteiligten auf einhellige Begeisterung. Peter Hacker, Stadtrat der Stadt Wien für Soziales, Gesundheit und Sport, meint: „Es war hoch an der Zeit, dass der Davis Cup nach 18 Jahren wieder in die Bundeshauptstadt zurückkehrt. Das Comeback freut uns als Stadt, und ich bin sicher, dass sich auch die vielen Tennisfans über ein weiteres Highlight neben den Erste Bank Open freuen. Auf der traditionsreichen Anlage des WAC wurde schon einige Male Wiener Sportgeschichte geschrieben, und ich hoffe, dass im September ein weiteres erfolgreiches Kapitel dazukommt. Ich freue mich auf eine tolle Atmosphäre und bin überzeugt, dass das Wiener Publikum alles geben wird, um unser Team zum Sieg zu tragen.“
Groß ist die Vorfreude auch im Österreichischen Tennisverband: „Es freut mich wirklich sehr, dass Wien nach 18 Jahren wieder zu einer Davis-Cup-Austragungsstätte wird. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir uns auf ein großartiges Event gefasst machen können. Dass sich unser Team letztes Jahr für Bologna qualifiziert hat, war ein riesiger Erfolg. Wenn wir das vor einer großen Kulisse in Wien wieder schaffen sollten, wäre das ein absoluter Traum“, strahlt ÖTV-Präsident Richard Grasl schon jetzt. So auch Kapitän Melzer: „Es ist perfekt, dass wir mit dem WAC in einem absoluten Traditionsclub in Wien spielen können. Ich bin mir sicher, dass dort ein richtiges Tennisfest entstehen kann und hoffe, dass die Fans in dieser Partie ein großer Faktor sein werden, weil wir den Support von jedem Einzelnen benötigen werden. Wir spielen gegen einen starken Gegner, und da brauchen wir einen echten Hexenkessel. Vor 4.000 bis 5.000 Leuten antreten zu können, wäre unglaublich.“
ÖTV-Geschäftsführer Wirtschaft Thomas Schweda ortet dabei „eine riesige Gelegenheit, um den Tennissport in Wien zu promoten. Wir wollen den heimischen Tennisfans ein richtiges Tennisfest bereiten. Ein großes Dankeschön gebührt der Stadt Wien und dem Sportministerium, denn ohne Fördergelder ist eine solche Veranstaltung, bei der extra für eine Woche ein eigenes Tennisstadion aufgebaut wird, unmöglich.“
