Der Trend zum spielenden Kapitän

Was, wenn der Davis-Cup-Kapitän selbst zum Schläger greifen möchte? Nicht nur in Serbien ist dies in etwas mehr als einer Woche nicht ausgeschlossen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 29.03.2017, 12:30 Uhr

Nenad Zimonjic steht voll im Saft

Arnold Palmer, natürlich. Dass eine der ganz großen Legenden des Golfsports die Aufgaben eines Playing Captain so gut wie makellos hinter sich bringen würde, daran hatte auch anno 1963 wohl kein Zweifel bestanden. Die 15. Ausgabe des Ryder Cups war es, und Palmer holte für das amerikanische Team vier der letztlich 23 Punkte beim souveränen Erfolg der US-Amerikaner.

Dies wird Nenad Zimonjic nicht gelingen, so weit darf man sich aus dem Fenster lehnen. Die serbische Doppel-Legende könnte dem Team um Novak Djokovic indes schon mit einem Punkt weiterhelfen, wenn er sich denn selbst für den Samstag aufstellt. Die Spanier kommen immerhin mit dem Olympiasieger im Paarlauf, Marc Lopez, nach Belgrad, nicht aber mit dessen Co-Goldmedaillen-Gewinner Rafael Nadal.

Hewitt als Trenderfrischer

Für die Serben geht es um den Einzug ins Halbfinale des traditionsreichsten Mannschafts-Wettbewerbs im Tennis, eine Etage tiefer hat sich der Verband in Bosnien-Herzegovina ebenfalls die sicherlich üppige Gage für einen Teamchef gespart: Tomislav Brkic, in der Weltrangliste an Position 348 notiert und zarte 27 Jahre alt, geht im Notfall auch als Kapitän in die Bütt.

Den Trend wiederentdeckt hat jüngst im Übrigen Lleyton Hewitt: Der ehemalige Weltranglisten-Erste hatte sich 2016 für die Erstrunden-Begegnung in den USA selbst nominiert. Zur Revanche, die in wenigen Tagen in Brisbane ansteht, hat Hewitt seine Rolle dann doch für die Ersatzbank definiert.

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29.03.2017, 12:30 Uhr