Davis Cup: Stefan Koubek ist optimistisch - sein Gegenüber aber auch!

Kapitän Stefan Koubek sieht Österreich in der Daviscup-Halle ebenso in der Favoritenrolle wie sein Gegenüber Enrique Perez-Cassarino, der mit einer Überraschung spekuliert. Die Spieler schwärmen von idealen Bedingungen.

von PM/red
zuletzt bearbeitet: 03.03.2020, 17:15 Uhr

Stefan Koubek ist für das Wochenende optimistisch
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Stefan Koubek ist für das Wochenende optimistisch

Es ist angerichtet in der Daviscup-Halle Premstätten, wo die österreichische Tennis- Nationalmannschaft zum insgesamt dritten Mal aufschlagen wird. Gegen Uruguay geht es am 6. und 7. März im Play-off um die Qualifikation für das Weltgruppen-Finalturnier in Madrid, an dem sich im November 18 Nationen um den Daviscup-Titel matchen werden. Gespielt wird auf Hardcourt, die Tribünen bieten Platz für 5.000 Zuschauer. Am ersten Tag stehen ab 15 Uhr zwei Singles im Best-of-Three-Modus auf dem Programm, am Samstag wird um 13 Uhr mit dem Doppel gestartet, danach sind zwei weitere Einzel vorgesehen. Die Kapitäne, Stefan Koubek und Enrique Perez-Cassarino, dürfen je fünf Spieler nominieren.

Dass Dominic Thiem nicht im österreichischen Trikot auflaufen wird, steht schon seit geraumer Zeit fest. Die österreichische Nummer eins bereitet sich derzeit in Los Angeles auf das ATP-Masters-1000-Turnier in Indian Wells vor. Servus TV überträgt jeweils die ersten Partien live im Fernsehen, die anschließenden können auf www.servustv.com gestreamt werden.

Im direkten Duell führt Österreich gegen Uruguay 1:0, das einzige Kräftemessen gewannen Thomas Muster, Gilbert Schaller, Horst Skoff und Alexander Antonitsch 1994 in Montevideo mit 3:2. „Wir haben damals gegen das stärkste österreichische Team aller Zeiten verloren“, erinnert sich Perez-Cassarino, der damals Marcelo Filippini coachte. Der 52-Jährige trainierte auch Sandplatz-Größen wie Galo Blanco, Francisco Clavet, Alex Corretja, Nicolas Lapentti und Carlos Costa. Eingangs der Pressekonferenz bedankte sich der Kapitän beim ÖTV und bei Veranstalter e|motion. „Ich bin jetzt 16 Jahre mit dem Daviscup-Team unterwegs. So nett empfangen und betreut sind wir noch nie worden. Die Organisation ist hervorragend.“

Pablo Cuevas Aushängeschild der Gäste

Uruguay trainierte erstmals am Samstag in der Halle. „Es ist ausreichend Zeit, dass wir uns gut vorbereiten. Ausreden werden wir nicht haben.“ Vom ATP-Ranking her sieht Perez- Cassarino die Österreicher in der Favoritenrolle. „Aber im Daviscup sind Überraschungen häufig. Ich hoffe, dass an diesem Wochenende eine passiert.“ Aushängeschild ist Pablo Cuevas, ein Sandplatz-Spezialist, der als 60. der Weltrangliste der am besten klassierte Spieler am Start ist. „Er kennt den Daviscup sehr gut, ist mit 34 Jahren erfahren. Das könnte ein Vorteil für uns sein.“  Im vergangenen Jahr war Chile nach Österreich gereist, damals konnten sich die Gäste in Salzburg unter der Leitung des nunmehrigen Thiem-Coaches Nicolas Massu mit 3:2 durchsetzen.

Stefan Koubek nominierte Dennis Novak (ATP-85), Sebastian Ofner (ATP-162), Jurij Rodionov (ATP-168), Oliver Marach (ATP-Doppel 23) und Daviscup-Rekordmann Jürgen Melzer (ATP- Doppel 35), der bei seiner 38. Einberufung zum 78. Einsatz für Österreich kommen wird. Lucas Miedler (ATP-233) ist als Sparringpartner vor Ort.

Wer spielt neben Dennis Novak?

Koubek, der in Premstätten 1994 beim 2:3 gegen Deutschland als Zuschauer auf der Holzstiege saß, 2006 beim 2:3 gegen Kroatien gegen Ivan Ljubicic verlor und am Freitag auf der Bank Platz nehmen wird, ist – wie die Spieler – begeistert vom Platz. „Ein zügiger, nicht zu schneller Hardcourt, auf dem die Bälle nicht allzu hoch abspringen. Genau so, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Seine Mannschaft sei zu favorisieren. Allerdings: „Der Daviscup schreibt oft eigene Geschichten. Wir müssen den Gegner ernst nehmen und konzentriert bleiben. Cuevas ist ein sehr guter Spieler, aber alleine kann er auch nur zwei Punkte machen.“

Wer neben den Fixstartern Dennis Novak sowie dem Doppel Oliver Marach / Jürgen Melzer als zweiter Solist zum Einsatz kommen wird, entscheidet Koubek Mittwoch Abend. In Frage kommen Sebastian Ofner und Jurij Rodionov, der sich bei der Amerika-Tournee mit zwei Challenger-Titeln in der Weltrangliste auf das Karriere-High von 168 verbesserte. „Jurij hat hart an sich gearbeitet und den Lohn dafür bekommen“, sagt Koubek. „Sebastian hat zwar nicht so gute Ergebnisse einfahren können, aber er ist mit seinem Aufschlag sehr gefährlich auf so einem Boden.“

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von PM/red

Dienstag
03.03.2020, 17:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 03.03.2020, 17:15 Uhr