Die ultimativen French-Open-Fragen: Wer gewinnt, wer verliert, wer überrascht?
Eigentlich gibt es vor den French Open nur eine Frage: Kann irgendjemand Jannik Sinner aufhalten?
von SID
zuletzt bearbeitet:
23.05.2026, 08:47 Uhr

Laut Boris Becker hat Alexander Zverev angesichts des Fehlens von Titelverteidiger Carlos Alcaraz eine "Riesenchance". Angefangen mit dem Start gegen den Franzosen Benjamin Bonzi am Sonntag geht der an Position zwei gesetzte Hamburger als Favorit in der unteren Hälfte des Turnierbaums ins Rennen. Der klar erste Anwärter auf den Titel ist aber Überflieger Jannik Sinner, der sechs Masters in Folge gewinnen
konnte und immer wieder dabei auch Zverev klar bezwang. Die letzten neun Majors haben sich Alcaraz und Sinner untereinander aufgeteilt.
Wie kann man Sinner stoppen?
Beim Blick auf die vergangenen Monate könnte die Antwort lauten: gar nicht. Der Südtiroler wirkte gänzlich unantastbar, selbst auf Sand, was zuvor nicht sein bester Belag war. Ein kleines Fragezeichen steht aber weiter hinter der Ausdauer des 24-Jährigen. In der Vergangenheit war Sinner durchaus verwundbar, wenn es in Grand-Slam-Matches über die volle Distanz ging. So verlor er auch den Thriller im Finale 2025 gegen Carlos Alcaraz in fünf Sätzen. Allerdings: Zuletzt schaffte es kaum ein Kontrahent, Sinner in ein langes Duell auf Augenhöhe zu verwickeln.
Wer gewinnt bei den Frauen?
Hier ist die Favoritenrolle weniger klar zuzuordnen. Titelverteidigerin ist die US-Amerikanerin Coco Gauff, aber fraglos will auch Iga Swiatek zurückschlagen, die in Paris schon viermal gewann. Vergangenes Jahr schaffte es die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka erstmals ins Finale von Roland Garros - auch sie nimmt ihren fünften Grand-Slam-Triumph in den Blick.
Welche deutschen Profis wollen noch überraschen?
Eva Lys will nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte punkten und hat zum Auftakt gegen die Kroatin Petra Marcinko gute Chancen. Die deutsche Nummer eins Laura Siegemund ist mit ihrem Ehrgeiz und ihrer Spielintelligenz zudem immer eine Kandidatin für den einen oder anderen Hingucker. In der viermaligen Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka erwischte sie aber eine hohe Einstiegshürde. Das gilt auch für Daniel Altmaier, der gerade in Hamburg das Viertelfinale erreichte und nun an der Seine den Weltranglistenfünften Félix Auger-Aliassime herausfordert.
Wer überträgt?
Eurosport berichtet umfangreich aus Paris. Der TV-Sender zeigt das Event sowohl im linearen Fernsehen als auch auf verschiedenen Web-Kanälen und setzt dabei auf ein prominentes Expertenteam um Ex-Wimbledonsieger Boris Becker. Auch die frühere Bundestrainerin Barbara Rittner wird zur Analyse der Matches wie gewohnt zur Verfügung stehen.
