Djokovic als Wimbledonsieger? Das ist eine realistische Vorstellung
Novak Djokovic wird in Wimbledon alles versuchen, um seinen vielleicht letzten Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Die Chancen stehen gar nicht so schlecht, zumindest wenn man den Experten des Sports vertraut.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
21.06.2026, 13:57 Uhr

Es wird sicherlich nicht viele Personen geben, die vor dem Wimbledon-Turnier auf den Sieger Novak Djokovic setzen. Doch die Frage nach dem Serben als Titelträger wird so lange gestellt werden, wie Djokovic auf der Tour dabei ist. Oder eben bis er endlich seinen lange ersehnten 25. Grand-Slam-Titel feiern kann. Vielleicht dieses Jahr auf dem heiligen Rasen? Andy Roddick beispielsweise würde das nicht ausschließen.
“Das Turnier ist defintiv seine Chance. Ich glaube nicht, dass wir jemanden finden werden, der Wimbledon nicht als seine größte Chance sieht”, sagt Roddick in seinem eigenen Podcast. Auch das Fehlen von Carlos Alcaraz erhöht laut dem US-Open-Sieger von 2003 die Chance auf einen tiefen Wimbledon-Lauf. Eine Absage von Jannik Sinner hätte die Chancen definitiv weiter erhöht.
Mats Wilander vertraut der Rasen-Mathematik
Auch Mats Wilander, der selbst nie in Wimbledon triumphieren konnte, traut Novak Djokovic in Wimbledon einiges zu. Grund dafür ist auch eine Rechnung, die der Schwede aufstellt. Auf Sand gebe es aktuell bis zu 20 Spieler, die Novak Djokovic schlagen können. Auf dem Rasen sei dies anders, wie Wilander analysiert: “In Wimbledon reduziert sich diese Zahl auf vielleicht fünf Spieler."
Schon der Start in das Wimbledon-Turnier bringt für Novak Djokovc auch unabhängig der Auslosung eine gewisse Spannung. Denn der 39-Jährige wird ohne Matchpraxis an der Church Road starten. Nach den French Open verzichtete der ehemalige Branchen-Primus auf einen Start bei einem der zahlreichen Vorbereitungsturniere. Der Serbe scheint es zu bevorzugen, lieber ausgeruht in London aufzuschlagen.
Novak Djokovic freut sich über “weniger laufen”
Im vergangenen Jahr schied Djokovic im Halbfinale aus. Der siebenmalige Wimbledonsieger unterlag in drei Sätzen eben erwähntem Jannik Sinner. Bei den sechs Teilnahmen zuvor ging es immer bis in das Endspiel, davon gewann Djokovic vier Mal. 2020 wurde das Event auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt.
Die guten Erinnerungen an Wimbledon sind für Novak Djokovic also zahlreich. Der aktuelle Weltranglistenachte freute sich auf die Rückkehr auf den heiligen Rasen und witzelte vor einigen Tagen über das Grün: “Da muss man nicht so viel laufen wie auf Sand”. Das Spiel auf Rasen liegt Djokovic defintiv am besten im Vergleich zu den anderen Belägen. Die Titelchancen sind defintiv vorhanden.
