Wimbledon: Nie war der Kampf um die Wildcards härter
Um die 16 Wildcards für das Wimbledon-Hauptfeld herrscht in diesem Jahr ein riesiges Gedränge. Die Dichte an Superstars, die potenziell durch die Qualifikation müssen, ist so groß wie nie zuvor.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
14.06.2026, 18:29 Uhr

Auf die Veranstalter in Wimbledon kommt schon einige Wochen vor dem Turnierbeginn eine schwere Aufgabe zu: die Wildcard-Vergabe. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren verpassten einige große Namen der Szene den direkten Sprung ins Hauptfeld, weshalb diese nun auf das Gutdünken der Organisatoren angewiesen sind.
Bei den Frauen stellt sich etwa die Frage, ob French-Open-Finalistin Maja Chwalinska in die Qualifikation muss. Zum Zünglein an der Waage könnte für die Polin das Comeback von Serena Williams werden, die - so sie denn im Einzel antreten möchte - mit Sicherheit eine Wildcard bekäme. Gleiches gilt wohl für Schwester Venus.
Noch ein bisschen umkämpfter geht es bei den Herren zu: Neben den ehemaligen Finalisten Matteo Berrettini und Nick Kyrgios sind auch Stan Wawrinka und Gael Monfils, die beide nach dieser Saison zurücktreten werden, nicht fix im Hauptfeld. Kaum Chancen auf eine Wildcard hat in dieser Gemengelage wohl Grigor Dimitrov, der im Vorjahr gegen den späteren Sieger Jannik Sinner beim Stand von 6:3, 7:5 und 2:2 aufgeben musste.
Kvitova war 2025 die Ausnahme
Insgesamt stehen den Veranstaltern 16 Wildcards zur Verfügung, acht bei den Frauen und acht bei den Männern. Im Normalfall gehen diese fast ausschließlich an britische Spieler. 2025 war die zweifache Siegerin Petra Kvitova der einzige ausländische Profi, der eine Wildcard für das Hauptfeld erhielt.
Zwölf Monate später dürfte diese Zahl zumindest etwas höher ausfallen. Wer eine Wildcard bekommt und wer durch die Qualifikation muss, wird in der kommenden Woche (15. bis 21. Juni) bekanntgegeben.
