Nach Grand-Slam-Sieg: Folgt jetzt die Rasenerleuchtung für Alexander Zverev?
Nach seinem Grand-Slam-Triumph in Paris kann Alexander Zverev völlig entspannt auf die Rasensaison blicken. Mit seinem veränderten Spiel ist auf den satten Grün aber vielleicht sehr viel möglich.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
10.06.2026, 15:36 Uhr

Alexander Zverev und der Rasen. Das war in der bisherigen Karriere des Weltranglistendritten keine konsequente Erfolgsgeschichte. In Wimbledon kam der 29-Jährige noch nie über das Achtelfinale hinaus. Einen Rasentitel konnte Zverev in seiner Karriere noch nicht gewinnen. Der gebürtige Hamburger entwickelte in den letzten Jahren wahrscheinlich so etwas, wie eine Hassliebe zum grünen Geläuf. Immerhin die drei Finalteilnahmen (zwei in Halle und eine in Stuttgart im Jahr 2025) geben Hoffnung.
Doch vielleicht platzt der Knoten in diesem Jahr. Denn die Vorzeichen haben sich drastisch verändert. Ebenso wie das Spiel von Alexander Zverev, dass der Wahlmonegasse erstmals in Halle auf Rasen präsentieren wird. Und dann ist da noch ein ganz entscheidender Faktor, nämlich der Grand-Slam-Erfolg vom letzten Sonntag.
Erstmals wird Zverev als Grand-Slam-Sieger Turniere spielen. Das Selbstvertrauen dürfte so groß sein, wie nie zuvor. Denn Alexander Zverev hat sich mit dem Triumph in Paris bewiesen, dass auch eigentlich Unmögliches (kommt darauf an, wen man fragt) für den besten deutschen Tennisprofi doch möglich ist.
Kein Alcaraz und vielleicht auch ein Sinner in Wimbledon?
Und die Vorzeichen für einen tiefen Run in Wimbledon stehen auch aus anderen Gründen vielleicht gar nicht schlecht. Carlos Alcaraz wird den Rasenklassiker defintiv nicht spielen. Um Jannik Sinner besteht aktuell noch großes Rätselraten. Doch wenn auch der Südtiroler absagen sollte, der als heißester Titelfavorit gilt, erwartet Alexander Zverev in London ein offenes Feld.
Sicherlich werden sich auch viele andere Spieler in Stellung bringen. Da denkt der geneigte Fan natürlich zuerst an Novak Djokovic, der die 2026er-Auflage in Wimbledon wohl als seine letzte Chance betrachtet, um den langersehnten 25. Grand-Slam-Titel zu sichern. Alexander Zverev wird hingegen niemand auf dem Zettel haben. Höchstens wird “Sascha” im erweiterten Favoritenkreis genannt werden. Entspannter geht es eigentlich nicht.
