Dominic Thiem: "Andy Murray gibt mir Hoffnung"

Dominic Thiem musste vergangenen Sonntag die dritte Grand-Slam-Finalniederlage en suite einstecken. Bei den Australian Open war der Lichtenwörther aber so knapp dran wie noch nie. Mit Andy Murray ist es nun eine ehemalige Nummer eins, die dem Österreicher Hoffnung gibt, dass es doch zeitnah mit dem ersten Major-Titel klappen sollte.  

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 07.02.2020, 12:32 Uhr

Dominic Thiem sieht Andy Murray in puncto Grand Slams als Vorbild
Dominic Thiem sieht Andy Murray in puncto Grand Slams als Vorbild

Drei Mal schaffte es Dominic Thiem in ein Grand Slam Finale, drei Mal musste Österreichs Nummer eins als erster zum Mikrofon schreiten – und mit der Trophäe des Zweitplatzierten Vorlieb nehmen. Was den österreichischen Tennisfans in den Tagen nach der knappen Fünfsatz-Niederlage gegen Novak Djokovic noch sauer aufstößt, bringt Dominic Thiem nicht aus der Ruhe. Grund dafür ist auch eine ehemalige Nummer eins, die gar noch länger als der Österreicher warten musste, bis die Zeit reif war für den ersten Major-Titel: Andy Murray.

Der Schotte brauchte gar fünf Anläufe, um das erste Mal auf Grand-Slam-Ebene zu triumphieren. Das weiß auch Dominic Thiem: „Andy Murray hat vier Grand-Slam-Finali verloren, bevor er dreimal siegreich war und auch Nummer eins wurde. Ich sehe ihn als Vorbild“, meinte der 26-Jährige bei einer Pressekonferenz nach seiner Rückkehr nach Österreich. Dass die Konkurrenz um die begehrten Major-Titel größer nicht sein könnte, ist Thiem vollkommen klar: „Ich kann natürlich auch die nächsten zwei Grand-Slam-Finali verlieren. Es ist klar, dass in den Endspielen der großen Turniere immer ganz große Spieler warten – da gibt es nie eine Garantie, zu gewinnen.“

Sieg über Rafael Nadal wichtig für Dominic Thiem 

Als wichtigen Schritt sieht Dominic Thiem, das erste Mal gegen Rafael Nadal in einem Best-Of-Five-Match gewonnen zu haben. Der Mallorquiner war es nämlich, der Dominic die ersten beiden Niederlagen auf Grand-Slam-Finalebene zufügte. Der Sieg bei den Australian Open könnte dem Österreicher nun das nötige Selbstvertrauen für ein mögliches Aufeinandertreffen im Endspiel der French Open geben.

Und auch in der Weltrangliste ist Dominic Thiem auf dem Vormarsch. Nur noch 85 Punkte trennen den Österreicher vom Drittplatzierten, Roger Federer. Das Ranking selbst spiele für den 26-Jährigen aber nur eine untergeordnete Rolle: „Natürlich wären die Top-3 super, aber sie sind nicht mein Hauptziel. Lieber wäre mir, wenn ich das Level, wie ich in Australien gespielt habe, beibehalte. Dann sollte die Weltranglistenplatzierung von alleine kommen.“ Um „Vorbild“ Andy Murray auch in puncto Weltrangliste nachzueifern, fehlt dem Österreicher doch noch einiges: Über 2600 Weltranglistenpunkte fehlen Dominic Thiem aktuell auf den Weltranglistenersten, Novak Djokovic.

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