ATP-Finals: Dominic Thiem schlägt Kei Nishikori, Federer hat es in eigener Hand

Dominic Thiem hat sich zum Abschluss der Gruppenphase bei den Nitto ATP-Finals in London gegen Kei Nishikori durchgesetzt. Der Österreicher siegte mit einem glatten 6:1 und 6:4.

von Maximilian Kisanyik
zuletzt bearbeitet: 15.11.2018, 16:37 Uhr

Dominic Thiem

Für Dominic Thiem bestand vor seinem dritten Match in der Gruppenphase nur noch wenig Hoffnung auf das Halbfinale bei den Nitto ATP-Finals. Zwei Niederlagen ließen den 25-Jährigen am Ende der Tabelle in das Match gegen Kei Nishikori gehen.

Zudem konnte Nishikori mit einem Zweisatz-Sieg Roger Federer stark unter Druck setzen, der dann am Abend gegen Kevin Anderson in zwei Sätzen besiegen müsste, um ins Halbfinale einzuziehen.

Und im Kampf um die knapp 200.000 Euro pro Gruppensieg legte Thiem gut los und schnappte sich gleich das erste Aufschlagspiel des Japaners zur schnellen 2:0-Führung. Der Niederösterreicher agierte fokussiert und solide auf der Rückhand, mit der er Nishikori immer wieder mit starken Passierschlägen überraschte.

Thiem bestätigte in der Folge den guten Start, führte zwischenzeitlich mit 4:1 und macht nach 42 Minuten den 6:1-Satzgewinn klar.

Thiem gewinnt, Federer hat es in eigener Hand

Satz zwei sollte für Thiem nicht ganz so locker verlaufen: Nishikori fand besser ins Spiel und servierte mit mehr Überzeugung. Thiem ließ sich jedoch nicht abschütteln und antwortete immer wieder mit knallharten Grundschlägen.

Immer wieder erarbeitete sich der Lichtenwörther Breakchancen, von denen er schließlich beim Stand von 3:3 eine zur Break-Führung nutzte. Die Führung ließ sich Thiem nicht mehr nehmen und verwandelte nach 1:26 Stunden seinen ersten Matchball zum Zweisatz-Sieg.

Roger Federer kann nun am Abend (ab 21 Uhr MEZ) den Halbfinal-Einzug nach Kevin Anderson aus eigener Hand schaffen - mit einem Satzgewinn oder sechs bzw. sieben Spielgewinnen. Dominic Thiem wäre dann draußen.

Dass Anderson glatter gewinnt und ihm so Schützenhilfe leistet? Thiem blieb in der Pressekonferenz Realist. "Man weiß ja nie, was passiert, aber ich glaube nicht, dass das passiert." Anschauen werde er sich das Match dennoch. "Es gibt wohl generell ein gutes Match. Aber hoffen werde ich nicht. Die beiden verdienen es, weiterzukommen. So wird es am Ende auch aussehen."

von Maximilian Kisanyik

Donnerstag
15.11.2018, 16:37 Uhr