Dominic Thiem - Gegen Nadal vom Return im Stich gelassen

Ein paar Gedanken zum Erstrunden-Match zwischen Rafael Nadal und Dominic Thiem beim ATP-Tour-250-Turnier in Brisbane.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 02.01.2024, 16:33 Uhr

Dominic Thiem am Dienstag in Brisbane
© Getty Images
Dominic Thiem am Dienstag in Brisbane

Hier das Match zum Nachlesen in unserem Liveticker.

In den letzten Tagen hat die ATP auf all ihren Kanälen ein Video nach dem anderen in die Welt gefeuert, in dem die schönsten Ballwechsel zwischen Rafael Nadal und Dominic Thiem noch einmal gefeiert wurden. Den einen oder anderen vom 7:5 und 6:1 für Nadal am heutigen Dienstag in Brisbane könnte man da ohne weiteres anfügen. Andererseits wird dieses 16. offizielle Duell zwischen den beiden nicht nur wegen des sportlichen Inhalts in die Tennisannalen eingehen.

Und damit zunächst einmal zu Rafael Nadal. Niemand, hoffentlich wirklich niemand, hat angenommen, dass der spanische Großmeister in einer Verfassung auf die Tour zurückkehrt, in der er nicht legitim um Titel mitspielen könnte. Und da hat Nadal nun nicht nur gegen Dominic Thiem gezeigt, sondern auch in den hochkarätigen Trainingseinheiten in Brisbane. Der Aufschlag hat Nadal viele Möglichkeiten eröffnet, der Übergang von der Defensive in die Offensive hat teilweise schon so gut wie in früheren Tagen funktioniert.

Thiem in der Crunch Time stark

Kein Zweifel, das sollte auch gegen Lokalmatador Jason Kubler reichen. Kubler profitierte gegen Aslan Karatsev bei Satz-Gleichstand von der Aufgabe des Russen. Interessant wird sicherlich zu beobachten sein, in wessen Lager sich die Fans in Brisbane schlagen. Nach dem Sieg gegen Thiem bedankte sich Nadal ja auch noch einmal ausführlich für die Unterstützung, die er in Australien immer erfahren.

Die Tage von Dominic Thiem in Brisbane einzuschätzen fällt dagegen nicht einfach. Eigentlich war er in der ersten Quali-Runde gegen James McCabe schon ausgeschieden, danach zeigte sich Thiem gegen Giulio Zeppieri vor allem in der Crunch Time stark (obwohl er insgesamt fünf Punkte weniger gewann als der Italiener). Gegen Rafael Nadal wirkte Thiem hinter dem ersten Aufschlag offensiv stark und selbstbewusst. Als Rückschläger aber sah der mittlerweile 30-Jährige kein Licht. Und hier und da eröffnete Thiem seinem Gegner mit schlechten Entscheidungen Chancen, die dieser dann in bekannter Manier nutzte.

Nicht die Qualifikation für die Australian Open spielen zu müssen, wäre für Dominic Thiem eine massive Erleichterung. Ob sich allerdings schon vor Beginn der Quali-Turniers einer derjenigen, die für Melbourne genannt haben, zurückziehen wird (Félix Auger-Aliassime etwa), ist doch sehr fraglich.

Hier das Einzel-Tableau in Brisbane

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