Dominic Thiem optimistisch: "Sehe mein altes Selbst wieder"

Dominic Thiem war am Donnerstagabend bei der Eröffnungsfeier der fertiggestellten Außenanlage des ATC in Traiskirchen vor Ort - und gab Auskunft über seine aktuelle Form und die weiteren Pläne in 2022.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 17.06.2022, 13:03 Uhr

Dominic Thiem am Montag in Melbourne
Dominic Thiem am Montag in Melbourne

Nach ein paar schwierigen Tagen im Nachgang der French Open mache das Training wieder Spaß. "Schön langsam sehe ich am Platz mein altes Selbst wieder", erklärte Thiem einer kleinen Medienrunde vor Ort. Er sehe jeden Tag gute Fortschritte, hätte schon vor einiger Zeit einen solchen Trainingblock gebraucht. Im Nachhinein war es einfach zu wenig für dieses Level und nicht gut genug."/

Das "nicht genug" präzisierte Thiem: "Ich habe von Marbella bis inklusive Paris von 35 Trainingssätzen gegen alle möglichen Spieler 34 verloren", gestand er. Dass es so unrund laufe, habe er natürlich nicht so kommunizieren wollen, er habe auch die Hoffnung gehabt, sich im Match durchzukämpfen. Er habe zu Beginn nicht mal den Jugendspielern in Traiskirchen mit seinem Tennis wehtun können, jetzt aber merke er, wieder immer mehr Schaden anrichten könne.

Das Grund für die offenbar zu frühe Rückkehr? "Ich wollte einfach auf die Tour zurück", so der 28-Jährige. Er habe nach den zehn Monaten wieder Wettkämpfe haben, Matches spielen. Rückblickend sei das, was er nun mache - also der Trainingsblock - "gescheiter gewesen".

Gescheit hingegen wohl: die nun doch erfolgte Absage für Wimbledon.

Thiem-Pläne: Vielleicht Salzburg, sicher Kitzbühel

Thiem ließ auch durchblicken, dass ihm der Spaß etwas abhanden gekommen sei nach dem großen erreichten Ziel mit dem US-Open-Sieg, aber auch danach im Rahmen der Verletzungszeit. "Irgendwo hat es in den letzten zwei, drei Wochen einen Punkt gegeben, wo die Freude extrem zurückgekehrt ist. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Ich habe mich über gute Schläge und gute Trainingstage gefreut", sagte Thiem

Thiem plant, in der kommenden Woche nach Barcelona zu fliegen und dort mit Andrey Rublev und Karen Khachanov zu trainieren, um "mein Spiel auf das nächste Level zu heben." Danach ist ein Turnierstart beim Challenger in Salzburg möglich (4. bis 10. Juli) - Thiem will hierfür aber noch die kommenden Trainingstage abwarten. Feststehen würden allerdings die Turnierstarts in Bastad, Gstaad und Kitzbühel. Und je nach Verlauf die US-Tour mit Montreal und Cincinnati, dann die US Open.

"In Kitzbühel würde ich gerne wieder richtig gut spielen und das Publikum begeistern", so Thiem, der zudem hofft, zu den Australian Open 2023 aus eigener Kraft, also über sein offizielles Ranking, ins Hauptfeld zu kommen.

Aktuell ist Thiem nur noch auf Platz 352 der Welt notiert.

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von Florian Goosmann

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zuletzt bearbeitet: 17.06.2022, 13:03 Uhr

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